Zinshöhe Kredit

Zinssatz Kredit

Sie benötigen den Darlehensbetrag, den Zinsbetrag und den Betrag der Monatsraten . Leitzinssatz beeinflußt das Markzinsniveau Jeder, der einen Kredit abschließt, möchte die damit zusammenhängenden Ausgaben so niedrig wie möglich gestalten. Grundvoraussetzung dafür ist ein günstiger Zinssatz. Aber von was ist die Höhe des Leitzinses tatsächlich abhängig? Dazu tragen mehrere Aspekte bei, auf die wir in unserem Leitfaden genauer eingehen werden. Bei Betrachtung der Einzelfaktoren, die den Zinssatz beeinflussen, ist der von der EZB festgelegte Leitzinssatz von besonderer Wichtigkeit.  

Die Leitzinsen bestimmen den Zins, zu dem Handelsbanken bei der Notenbank Kredite aufnehmen können. Weil die Kommerzbanken ihrerseits die Leitzinsentwicklung über Konsumentenkredite und Spareinlagen mittelbar an den Konsumenten weitergegeben werden, kann die Notenbank das marktübliche Leitzinsniveau durch eine Zinsanpassung kontrollieren. Obwohl ein tiefer Zins und das damit verbundene tiefe Zinsniveau für die Schuldner von Vorteil sind, würden sich die Investoren für eine Erhöhung des Zinsniveaus entscheiden, um eine bessere Verzinsung zu erzielen.

Der Leitzinssatz liegt aktuell auf einem Tiefststand von 0,75%. Die Leitzinsentwicklung betrifft alle Schuldner, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Kredit in gleicher Weise aufnimmt. Obwohl der Einzelkreditnehmer hier keinen direkten Einfluß ausüben kann, hat er die Moeglichkeit, die aktuell guenstigen Darlehenszinsen laengerfristig durch eine lange Zinsbindungsfrist zu erwirken.

Dann muss der Darlehensnehmer keine Bedenken vor einem Anheben des allgemeinen Leitzinsniveaus haben. Neben dem Einfluss des Leitzinses auf das generelle marktübliche Zinsniveau und damit auf alle Schuldner gibt es auch diverse Einflussfaktoren, die nur den Zins des jeweiligen Darlehensangebots bestimmen. Dazu gehören sowohl die Dauer des Darlehens als auch die Höhe des Darlehens.

Für längere Kreditlaufzeiten berechnen die Kreditinstitute in der Regelfall leicht erhöhte Zinssätze. Gleiches trifft auf den Darlehensbetrag zu. In vielen Kreditinstituten ist es gängig, dass der Kreditzinssatz mit zunehmendem Kreditbetrag steigt. Das heißt für den Darlehensnehmer, dass er die Gelegenheit hat, die Zinsspanne selbst anzupassen, indem er die Fälligkeit und den Kreditbetrag entsprechend anpasst.

In manchen Fällen kann bei der Kreditvergabe auch die Nutzung des Kreditbetrages einen bestimmten Einfluß auf den Zinssatz haben. Weil es auch zweckbestimmte Darlehen gibt, wie z.B. das Autodarlehen. Der Darlehensnehmer darf den empfangenen Guthabenbetrag also nur für ganz spezifische Zwecke, in diesem Falle den Erwerb eines Fahrzeuges, verwenden.

Andererseits belohnen die Kreditinstitute diese Beschränkung der Nutzungsmöglichkeiten dann mit einem vorteilhafteren Zinssatz. Dabei haben neben sachlichen Einflussfaktoren wie Laufzeit und Höhe des Kredits auch personenbezogene Einflussfaktoren, die auf den Finanzrahmen und die finanzielle Situation des jeweiligen Schuldners basieren, einen wesentlichen Einfluß auf den Zinssatz. Sie werden gemeinsam als Creditworthiness eingestuft.

Für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners werden viele unterschiedliche Einzelmerkmale kombiniert. Diese wird auf der Grundlage der von der Schiedsgerichtsbarkeit erhobenen Informationen des Darlehensnehmers in der Historie errechnet. Dabei wird z.B. geprüft, ob der Darlehensnehmer in der Zukunft seinen Zahlungsverpflichtungen immer fristgerecht nachkommt. Mittlerweile sind die Kreditinstitute jedoch nicht mehr nur auf den Schufa-Score für ihre Kreditwürdigkeit angewiesen, sondern beziehen auch andere Einflussfaktoren in das Rating ein.

Bei schlechter Kreditwürdigkeit führen Kreditinstitute in der Regelfall dazu, dass sie dem Darlehensnehmer einen erhöhten Zinssatz berechnen, da sie dem Ausfallrisiko stärker ausgesetzt sind. Deshalb stellen Schuldner immer wieder fest, dass sie letztendlich einen deutlich erhöhten Zinssatz bezahlen müssen, als dies von der Hausbank angekündigt wurde.

Der Kreditantrag kann im ungünstigsten Falle auch vollständig zurückgewiesen werden. Mittlerweile gibt es aber auch einige Kreditinstitute, die so genannte Festpreisdarlehen oder kreditunabhängige Darlehen bereitstellen. Dabei hat die individuelle Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers keinen Einfluß auf den Zinssatz, sondern nur darauf, ob ein Darlehen überhaupt gewährt wird. Unterschiedliche Einflussfaktoren haben Auswirkungen auf den Zinssatz.

Dem von der EZB festgelegten Leitzinssatz kommt in diesem Kontext eine besondere Rolle zu. Diese legt das generelle marktübliche Zinsniveau fest und hat damit Einfluss auf alle Schuldner. Aktuell profitiert der Schuldner davon, dass der Leitzinssatz auf einem historisch niedrigen Niveau liegt und das generelle marktübliche Zinsniveau entsprechend tief ist. Daneben gibt es auch einige Einflussfaktoren, die nur das individuelle Angebot betreffen.

Hierzu zählen die Tilgungsfrist und der Betrag des Darlehens. Grundsätzlich passen die Kreditinstitute auch den Zinssatz mit ansteigender Laufzeit und ansteigender Darlehenssumme nach oben an. Zusätzlich zu diesen sachlichen Gesichtspunkten spielt auch der personenbezogene Faktor des Schuldners, der sich in der Kreditwürdigkeit des Schuldners widerspiegelt, eine wichtige Funktion bei der Bestimmung des Zinssatzes.