Zinsfreies Darlehen vom Arbeitgeber

Zinsloses Darlehen des Arbeitgebers

Wann wird der Arbeitgeber Kreditgeber ? Denjenigen, die in die Verschuldungsfalle geraten, wird von professionellen Schuldenberatern geholfen, die oft mit den Unternehmern der Betreffenden mitarbeiten. Einige von ihnen gewähren Überbrückungshilfe in Gestalt von billigeren Krediten und tragen so dazu bei, Lohnpfändungen und Privatkonkurse zu verhindern. Zum ersten Mal ist er bei der PlusMinus, der in Basel ansässigen Schuldenberatungsfirma, tätig. Er ist in seiner Gastfamilie verschuldet:  

Das Darlehen war trotz der bereits angefallenen Schuldenbeträge rückwirkend aufgeladen worden, obwohl es bei näherer Betrachtung von der Hausbank überhaupt nicht hätte genehmigt werden dürfen, wie die Debitorenberaterin Isabelle Herrmann sagt. Charakteristisch ist die Entstehungsgeschichte der B. Sie ist. Auch wenn die Frau von B. jetzt auch in Teilzeit arbeitet, waren Urlaubsreisen in den vergangenen Jahren kein Problem, und selbst ein Mittagessen mit der Gastfamilie in einem Lokal schien ein nicht erreichbarer Komfort zu sein.

B. war von der Gehaltserhöhung geblendet, sagt die Schuldnerberaterin Isabelle Herrmann. Er kam nicht unmittelbar zu PLUS, sondern über den sozialen Dienst seines Unternehmens, dem er sich nach entsprechender Rücksprache mit Kollegen vertraute. Obwohl dieser soziale Dienst auch selbst Schuldnerberatung anbietet, beschließt er zunehmend, diese zu beauftragen.

Professionelle Dienstleistungen von Schuldenberatungsunternehmen wie PlusMinus sind stark nachgefragt, da die schwache Konjunktur der vergangenen Jahre immer mehr auch mittelgroße Privathaushalte in wirtschaftliche Not bringt. Oftmals können die sozialen Dienstleistungen großer Betriebe nicht die notwendige Unterstützung leisten, und kleine und mittelständische Betriebe erbringen in der Praxis sowieso keine sozialen Dienstleistungen.

Selbst wenn es sich um eine externe Empfehlung handelt, arbeitet das Büro oft in enger Abstimmung mit den Auftraggebern. Offensichtlich ist diese Kooperation auch bei B., sagt Isabelle Herrmann, die jedoch zunächst die wirtschaftliche Lage der Gastfamilie im Detail untersuchen will. Wahrscheinlich wurde der Arbeitgeber von B. gefragt, ob sie ihm mit einem Darlehen behilflich sei.

Kaum eine andere Art, ihre kostspieligen Personalkredite abzuschaffen, hat sie. Doch die bestehenden Verbindlichkeiten bleiben trotz Insolvenz erhalten. Wenn die Gesellschaft dem Wunsch von Herrn B. nachkommt, muss sie sich bemühen, einen Pot von dreizehnten Monatslöhnen und Boni zu formen (Isabelle Herrmann erwartet, dass sich daraus ein Wert von etwa 30.000 Francs ergeben wird), um einen Teil der Verbindlichkeiten an die Gesellschaft zu tilgen.

Viele Mitarbeiter fühlen sich schlecht, sagt PlusMinus Berater Michael Claussen. So fällt es z. B. Menschen mit einem verpfändeten Gehalt schwer, eine Unterkunft zu haben. Das erläutert Isabelle Hermann. Bei ausländischen Arbeitnehmern kann es sogar Folgen für den Aufenthalt im Lande haben, wenn der kantonale öffentliche Dienst davon erfährt. Isabelle Herrmann weiß noch nicht, ob die Gesellschaft von Herr B. auf den Finanzierungsantrag von PlusMinus antworten wird.

Bei der Entscheidung muss das Unternehmen neben den wirtschaftlichen auch soziale Gesichtspunkte einbeziehen. Wenn sein Unternehmen abgesagt wird, könnte Mr. B. in Versuchung geraten, seine Kollegen anzulocken. Große Unternehmen bestätigten auf Wunsch, dass sie sich des Problems der Mitarbeiter mit eigenen Verbindlichkeiten bewusst sind. Die Credit Suisse (CS) nimmt jedoch nur ungern Kredite von ihren Mitarbeitenden an und behält sich auch im Hinblick auf die Bedingungen gegenüber der Bevölkerung ein niedriges Profil vor.

CS Pressesprecherin Nicole Pfister-Bachmann sagt nur, dass es nicht das Bestreben sein kann, angesammelte Forderungen einfach mit neuen Forderungen abzubauen. Öffentliche Arbeitgeber sind sich des Themas ebenfalls bewusst, z.B. die Verkehrsbetriebe der Gemeinde Zürich (VBZ). Nach Angaben von VBZ-Sprecher Andreas Uhl ist im kommunalen Personalgesetz explizit die Moeglichkeit eines Kredits vorgesehen.

Gemäß den Regelungen muss sich der Kreditnehmer zu einer permanenten Finanzrestrukturierung bekennen und sich darauf einstellen, den fälligen Geldbetrag in Monatsraten innerhalb von drei Jahren zurückzuzahlen. Vor allem für Mitarbeitende mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist die Migration besonders hilfreich. Auch im Zürcher Migrationsfonds des Migros-Genossenschafts-Bundes sind die Anträge auf unternehmensinterne Darlehen in jüngster Zeit gestiegen, sagt Urs Storz, Head of Human Resources/Hiring.

Stellt sich nach einer genauen Klärung heraus, dass das Kapital nicht für Neukäufe, sondern zur Deckung von Grundbedürfnissen wie Miet- und Krankenversicherungsprämien benötigt wird, reagiert die Migrationsgesellschaft auf jede Anfrage: entweder mit einem Darlehen von bis zu CHF 10'000 und einer Dauer von zwei bis drei Jahren oder mit einem geringeren Geldbetrag, den die Mitarbeiter nicht zurückzuzahlen haben.

Beratungszentren wie PlusMinus können Sie auch gleich zu sich nach Hause bringen. Dann geht es in erster Linie um Vorbeugung - damit sich solche Vorbilder wie die von Kollegen B. nach Möglichkeit nicht wiederkehren.