Yen Kredit

Yen-Guthaben

Guten Tag Boardler, ich möchte ein Darlehen in Yen aufnehmen . Darlehen wurden in Fremdwährung gewährt. Leverage-Finanzierung bei Yen-Kredit - Bank haftbar für Beraterfehler 19.10.2011  

Die Angeklagte - ein ÖBB-Mitarbeiter - und seine Frau wollten ein Gartenhäuschen sanieren und zu diesem Zwecke einen Kredit aufnehmen. In diesem Zusammenhang haben sie die Absicht, ein Gartenhäuschen zu errichten. In Verbindung mit der Deckung von Vorschussdarlehen hätten sie ATS 680 000 (= EUR 417,53) gebraucht. Eine Arbeitskollegin und Mitarbeiterin eines Anlageberaterteams überzeugte ihn statt dessen, ein zehnjähriges ATS 1.420.000 (= 103.195,42 Euro) Fremdwährungsdarlehen in Yen abzuschließen und die Differenzbeträge zwischen dem erforderlichen Darlehensbetrag und dem gewährten Betrag in eine "HiTecLife"-Lebensversicherung (bei einer Anlage in US-Dollar) einzzahlten, um Zins zu ersparen und einen Rückzahlungsüberschuss zu erzielen.

Der Verwalter der Raiffeisenbank Feldbad war über die Ertragssituation des Auftraggebers, die Höhe des Darlehens und die geplante "Leverage-Finanzierung" im Einzelnen informiert. In weiteren Faellen gab es auch eine Kooperation zwischen dem Vermittlerteam und der EZB. Auch an den Intermediär des Kredits bezahlte die Hausbank eine Vermittlungsprovision von 23. 300 ATS (= 11. 547,93 Euro).

Allerdings hat er nicht davor gewarnt, dass ein Darlehen in Yen und ein Tilgungsvehikel in USD das Wechselkursrisiko anhäufen würden und dass das Darlehen etwa sechs Monaten vor Ablauf der Laufzeit des Tilgungsvehikels zur Tilgung anstehen würde. Als die Kredittilgung Ende 2008 auslief, trat das Wechselkursrisiko ein und rund 137.000 EUR mussten zurückgezahlt werden.

Die VKI berechnete, wie viel der Verbraucher hätte bezahlen müssen, wenn er ein Tilgungsdarlehen über die ursprünglich erforderlichen 49 417,53 EUR hinaus aufgenommen hätte. Die Kundin hat noch einen Differenzbetrag von rund EUR 35 000 bezahlt, danach hat die Hausbank ihn auf die Auszahlung von rund EUR 55 000 verklagt. Dagegen hat der Auftraggeber - mit Unterstützung des VKI - Schadensersatzansprüche in Hoehe der Forderung geltend gemacht.

Obwohl die Hausbank bei der Kreditvergabe nicht den Bestimmungen des Gesetzes über die Wertpapieraufsicht unterlag, bestanden bei der Vergabe des Darlehens zivilrechtliche, von der Hausbank verletzte prävertragliche Abwehrpflichten. Die Schadenersatzansprüche sind berechtigt. Der Antrag der BayernLB wurde abgelehnt. "â??Das Gerichtsurteil macht die Hausbank zu Recht fÃ?r r risikoreiche Finanzkonzepte verantwortlich, auch wenn die Hausbank angeblich nur als Kreditgeber agiert.

Für einen Kunden ist es selbstverständlich, dass eine Hausbank über spezifische Fachkenntnisse und eine umfassende Beratung verfügen muss. Mit solchen waghalsigen Finanzierungskonstruktionen darf die Nationalbank nicht stillschweigend sein, wenn nicht benötigte Laie zu Opfern von Intermediären werden", ist Thomas Hirmke, verantwortlicher Rechtsanwalt im VKI, mit dem Ergebnis einverstanden. "Der Schadensbetrag wird, wie sich herausstellt, bei solchen Anlagen erst bei der Tilgung des Darlehens ermittelt.

Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, können Sie die Hausbank auch vorab - vor allem wenn Sie durch eine Anwaltskostenversicherung gedeckt sind - zur Ermittlung der Schadenersatzpflicht der Hausbank verklagen", klärt Hirmke.