Schweizer Crowdfunding Plattformen

Crowdfunding Plattformen in der Schweiz

Die Plattformen entwickeln sich schnell . Die Schweizer Versicherungsfinanzierungsplattformen vermittelten im vergangenen Jahr CHF 375 Mio. - beinahe das Dreifache des Vorjahreswertes. Rund 160.000 Menschen unterstützen ein Crowdfunding-Projekt. In den letzten acht Jahren wurden durch diese "schwarmorientierte Finanzierungsform" mehr als eine halben Milliarden Schweizerfranken gesammelt, wie die Fachhochschule Luzern heute mitteilte.  

Das Crowdfunding ist ein Finanzmodell, bei dem eine große Anzahl von Menschen zur Erreichung eines Finanzierungsziels freie Beitragszahlungen leistet. Die größten Wachstumsträger der vergangenen Jahre waren laut der Untersuchung die Mittelstandsfinanzierung über die Kreditvergabe und Immobilieninvestitionen über die Kreditvergabe. Für Ende des Jahres gehen die Studiendirektoren davon aus, dass die Schweizer Crowdfunding-Marke zum ersten Mal die Milliarden-Marke überschreiten wird.

Per Ende Juni 2018 gab es 43 Crowdfunding Plattformen mit einer physischen Anwesenheit in der Schweiz. Hinzu kommen viele weitere weltweit orientierte Plattformen ohne eigene Filiale in der Schweiz. Das IFZ der Fachhochschule Luzern führt die Untersuchung mit Hilfe der Schweizer Crowdfunding Plattformen durch.

Rekordwert in der Schweizer Crowdfunding: 375 Mio. Schweizerfranken vertrieben

Das beweist die jüngste Crowdfunding-Studie der Fachhochschule Luzern. Für diese Studien wurde eine neue Version entwickelt. Schon zum fünften Mal publiziert die Fachhochschule Luzern ihr jährliches Crowdfunding-Monitoring. In der aktuellen Untersuchung wurden 2017 mit Rekordwerten 374,5 Millionen Schweizer Franken über Schweizer Publikumsfonds-Plattformen vertrieben, beinahe das Dreifache des Vorjahres (100 Millionen Schweizer Franken, +192%).

In den vergangenen acht Jahren wurden über eine halben Milliarden Schweizerfranken durch schwarmorientierte Finanzierungen aufgenommen. Die größten Wachstumsfaktoren der vergangenen Jahre waren die Finanzierungen von KMU durch Crowd Lending und Immobilieninvestitionen durch Crowd Investments. "Profesionelle Anleger sehen Crowdfunding immer häufiger als eine attraktive Anlage", sagt Studieautor Andreas Dietrich. "â??Wir gehen davon aus, dass der Schweizer Markt fÃ?r Crowdfunding Ende des Jahres die Milliardengrenze zum ersten Mal durchbrechen wird.

Rund 160'000 Menschen unterstützten 2017 ein Crowdfunding-Projekt in der Schweiz. Die Crowdfunding in der Schweiz kann in vier Teilbereiche unterteilt werden: Appui eren Sie Unterstützung, Spenden, Investitionen, Bill Business und Kredite (Details zum Thema Foule urteilen). Mit CHF 186,7 Mio. (+239% gegenüber dem Vorjahr) verzeichnete das Crowdlending das grösstmögliche Investitionsvolumen, vor den Crowd Investments mit CHF 135,2 Mio. (+245%).

Der Rechnungshandel wickelte 23,5 Millionen Schweizer Franken (+38%) ab, Crowdsupporting/Crowddoning ein Gesamtvolumen von 29,1 Millionen Schweizerfranken ("+72%"). "â??Die geringeren Volumina bei Crowdsupporting/Crowddonating sollten nicht den Anschein erwecken, als sei dieser Bereichs unwichtigâ??, sagt Studiaturaurus Andreas Dietrich. Weil der Schwerpunkt auf kreativen und kulturellen Projekten liegt, sind die Kampagnenvolumina im Gegensatz zu z.B. einem Immobilienprojekt relativ gering.

Mit über 1500 erfolgreichen Finanzierungen im Jahr 2017 (+15% gegenüber dem Vorjahr) ist Crowdsupporting/Crowddonating jedoch als wichtige Finanzquelle weiter aufgestiegen. Der Schweizer Markt für Crowdfunding ist seit 2015 im internationalen Vergleich signifikant schneller als im Nachbarland gestiegen (siehe Grafik). Die Schweiz hinkt mit einem Investitionsvolumen von CHF 45 pro Person (2016: CHF 15) noch zwei bis drei Jahre hinter den wichtigsten Märkten für Crowdfunding wie den USA (2016: CHF 78) oder Großbritannien (2016: CHF 90).

"Allerdings deutet die starke Eigendynamik neuer Plattformen und alternativer GeschÃ?ftsmodelle darauf hin, dass die Schweiz zu den hoch entwickelteren Crowdfunding-LÃ?ndern aufschlieÃ?t", so Andreas Dietrich weiter. Das Engagement größerer Konzerne und institutioneller Anleger gewinnt in allen Feldern des Crowdfundings an Bedeutung. So werden beispielsweise im Bereich Crowdsupporting/Crowddonating zunehmend mit Hilfe von Firmen mit Projekten gestartet.

Bei den für die Anleger interessierenden Themen Crowdlending, Crowdinvesting und Rechnungshandel wird der Prozentsatz der institutionellen Anleger in Zukunft deutlich zulegen. 2018 wurden von den Schweizer Plattformen zwei Innovationsprojekte auf Basis der Blockchain-Technologie ausgeschrieben. Ab Frühling 2018 will Swisspeers die ersten Darlehen zwischen Unternehmern und Anlegern als " Smart Contracts " in der Blockkette Ethereum verwalten und Gläubigerforderungen mit Hilfe von Tokens abbilden.

Die Firma ist bestrebt, eine neue Crowdfunding-Plattform einzuführen, die vollständig blockchainbasiert ist. Für die kommenden Jahre gehen die Autoren der Studie davon aus, dass die Blockchain-Technologie weitere Anwendungsfelder im Crowdfunding-Markt vorfinden wird. Die Crowdfunding Monitoring Switzerland 2018 ist hier ersichtlich. Crowdsupporting: Meistens kreativ und kulturell orientierte Sportprojekte und Aktionen. Crowddonating: Mehrheit der Zuwendungen für Sozial-, Wohltätigkeits- und Kulturprojekte, die nicht mit einer Rücksichtnahme verbunden sind.

Crowdinvesting: Investition von Eigen- oder Fremdkapital für Firmen (Start-ups) oder Liegenschaften. Dafür bekommen die Anleger eine Beteiligung am Gewinn. Crowdlending: Vergabe von Darlehen an Firmen oder Privatpersonen. Rechnungshandel: Hier kauft der Anleger geöffnete Eingangsrechnungen von Firmen und erhält dafür eine Retouren. So können die Gesellschaften Zahlungsziele überschneiden oder flüssige Mittel freigeben.

Die Fachhochschule Luzern, PwC und der Verband Marktplatz Kredit Schweiz haben anfangs Juli eine eigene Untersuchung über den Schweizer Crowdlending-Markt veröffentlicht. Es zeigt die ökonomische Bedeutung von Crowdlending im In- und Ausland. Für die Schweiz und das ganze Land. Darüber hinaus werden die wesentlichen Probleme und Problemstellungen des Verdrängungsmarktes, vor allem die mangelnde Offenheit, aufzeigen. Hier finden Sie die Crowdlending Study 2018.