Schuldscheindarlehen Definition

Definition von Schuldscheindarlehen

Laufzeit: Darlehen, für das ein Schuldschein ausgestellt wird . Ein Schuldscheindarlehen ist ein Darlehen, für das ein Schuldschein ausgestellt wird. Ein nicht sehr bekannter Finanzierungsansatz ist das Schuldscheindarlehen.  

Kreditschuldverschreibungen - Definition, Konditionen und Nutzung von Schuldscheindarlehen

Eine Schuldscheinanleihe ist ein Kredit von Schuldnern mit der höchsten Kreditwürdigkeit. Der Schuldschein ist ähnlich wie eine Schuldverschreibung, aber die Schuldscheindarlehen werden nicht an der Wertpapierbörse verkauft. Anders als bei Schuldscheindarlehen können Schuldverschreibungen auch von nur schwach bonierenden Schuldnern begeben werden. Auf dem unabhängigen Konsumentenportal werden kostenfrei Preise und Angebote aus den Branchen Strom, Telekom, Versicherung, Finanz, Fahrzeug und Haus....

Kreditschuldscheine - Definition, Eigenschaften, Vorgehensweise

Eine Schuldscheinanleihe ("SSD") ist ein (anleiheähnliches) Darlehen, für das ein Schuldwechsel als Nachweis ausgegeben wird. Kreditschuldschein als Nachweis für das Bestehen des Kredits, Kreditvergabe über eine Kapitaleinzugsgesellschaft, (in der Regel) kein Fremdrating, kein organisiertes Geschäft/Sekundärmarkt; nur "otc" tradingfähig. Für Schuldscheindarlehen wird in englischer Sprache entweder "bonded loan" oder wahlweise "promissory notes" übersetzt.

Auf Französisch dagegen wird von " le finance school " oder wahlweise von " le placement private " gesprochen. Die Rechtsgrundlagen für Schuldscheindarlehen nach deutschem Recht sind zum einen die §§ 488 ff. HGB und die §§ 488 ff. HGB. BGB, da auch das Schuldscheindarlehen eine Sonderform des Darlehensvertrags ist. Andererseits sind es die 344 HGB und 371 BGB, nach denen das Schuldscheindarlehen das Vorliegen des Anspruchs des Darlehensgebers gegen den Aussteller des Schuldbeitrags als Dokument sichert.

Die kurzfristigen Schuldscheindarlehen sind nach vorherrschender Auffassung Geldmarktpapiere im Sinne von 2 Ia WpHG und damit Finanzierungsinstrumente im Sinne von 2 Zweitbestimmt.

Der Schuldschein ist vom Schuldschein und der Bürgschaft zu unterscheiden (sog. Anleihe): Der Schuldschein ist kein Titel im Sinne des 2 I WpHG und kann daher nicht an der Wertpapierbörse gehandelt werden. Das Handeln mit Schuldscheindarlehen ist - wenn überhaupt - nur "over the counter" (OTC) möglich.

Ebenso wenig sind die Einzelbestandteile der Schuldscheindokumentation (Darlehensvertrag und ausgegebener Schuldschein) Anleihen gemäß §§ 793 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB). BGB, so that the schooldverschreibungsgesetz (SchVG) is not applicable either. Ein wenig weiter hinten am Schuldscheindarlehen liegt die Namensschuldverschreibung: Sie wird an einen gewissen Kreditgeber ausgegeben, so dass eine Überführung an andere Kreditoren oder ein Börsenhandel nicht geplant ist.

Es handelt sich bei dem Schuldscheindarlehen um ein Anleihe im Sinne der §§ 488 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB). BGB, aber noch zu unterscheiden vom herkömmlichen Kredit: Vereinfacht ausgedrückt, besteht der entscheidende Unterscheid zu einem herkömmlichen Schuldschein darin, dass ein künftiger Schuldner aus eigener Initiative nach potenziellen Anlegern Ausschau hält. Meistens schliesst die Kapitaleinzugsstelle - als Arranger - das Schuldscheindarlehen jedoch unmittelbar mit dem Schuldner ab und veräußert es an die Anleger.

Der Arranger wird dann zur so genannten Auszahlungsstelle. Im Falle von Schuldscheindarlehen nimmt die Zahlungsstelle ähnliche Funktionen wahr wie die Agentur bei Vereinsabschlüssen, d.h. vor allem die Verständigung zwischen Anlegern, Kreditinstituten und Kreditnehmern sowie das Clearing und die Steuerung von Zahlungsflüssen. Dabei muss die Rolle der Zahlungsstelle nicht unbedingt vom Arranger eingenommen werden. Schuldscheindarlehen wurden in der Regel überwiegend von der Öffentlichen Verwaltung begeben: Vor allem Gemeinden und Großstädte (Dortmund und Offenbach) treten in der Öffentlichkeit als Emittenten von Schuldscheindarlehen auf.

Aber auch für Firmen ist das Schuldscheindarlehen in den vergangenen Jahren immer attraktiver geworden: Vor allem für KMU ist das Schuldscheindarlehen zu einer attraktiven Finanzierungsalternative geworden. Allerdings tritt der DAX zunehmend auch als Herausgeber von Solvenzanleihen (HeidelCement) auf und wählt diese als Ergänzung zur Bank- und Kapitalmarktfinanzierung.

Weil nur bonitätsstarke Gesellschaften eine breit angelegte Positionierung bei den Anlegern garantieren können, aber zugleich die Mehrheit der Schuldner kein Fremdrating hat, achten die Arrangeure regelmässig auf eine gute Kreditwürdigkeit und einen hohen Bekanntheitsgrad des potenziellen Anlegers. Eine gute Kreditwürdigkeit ist daher die oberste Prämisse für die Begebung eines Schuldbeitrags.

Damit ist das (interne) Bonitätsrating der meisten Schuldner auch Investmentgrade, auch wenn sich das derzeitige Niedrigzinsszenario immer mehr in schwächeren Bonitätseinstufungen widerspiegelt. Damit wird das Schuldscheindarlehen derzeit am Gesamtmarkt als Qualitätssiegel für die Schuldner angesehen. Anleger von Schuldscheindarlehen sind in erster Linie Kreditinstitute, Sparbanken und (seltener) Versicherungsgesellschaften, die mit der Anlage eine klassisch Buy-and-Hold-Strategie betreiben.

Private Personen oder Privatinvestoren kommen nur in den seltensten Fällen als Anleger in Schuldscheindarlehen in Frage - wenn auch nur als Family Office oder Schwimmbad. Die Höhe des Zinssatzes für ein Schuldscheindarlehen hängt im Wesentlichen von den nachfolgenden Einflussfaktoren ab: Kreditwürdigkeit des Schuldners, Spreadniveau ähnlicher Schuldner. Sie liegen in der Regelfall etwa 25 bis 50 Basis-Punkte über dem Zinssatz einer Vergleichsanleihe, was durch das Fehlen von Handels- und Liquidationsmöglichkeiten gerechtfertigt werden kann.

Allerdings können aus Emittentensicht die Aufwendungen für die gestiegenen Zinssätze durch weitere Kosteneinsparungen (keine Aufwendungen für Publikation, Dokumentierung und externe Bewertung) ausgeglichen werden. Im Falle von Schuldscheindarlehen können je nach Struktur vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Zinszahlungen in Verzug geraten. Der Zins wird in der Standardausführung mit dem Modus act/360 für variable Zinssätze und act/act für feste Zinssätze berechnet.

Das Zinsrisiko für Aussteller und Anleger hängt auch von der Art des Zinssatzes für Schuldscheindarlehen ab: Dies liegt daran, dass das Zinsrisiko bei einem veränderlichen Zinssatz zwar beibehalten wird, bei einem Festzins jedoch nicht. Schuldscheindarlehen werden bei Anlegern mit den amortisierten Kosten, d.h. mit dem Nominalwert, bilanziert. Dies betrifft sowohl die Rechnungslegung nach IAS/Informatik ( "IAS 39 oder IFRSE 9") als auch die Rechnungslegung nach HGB ( "§ 341c HGB").

Ursachen dafür sind das Fehlen einer Börsennotiz und damit die Unfähigkeit, einen Zeitwert ( "Fair Value") zu ermitteln, sowie der Buy-and-hold-Ansatz der Anleger. Damit gehört die Klassifizierung nach IAS 39 auch zur Klasse "held to maturity". Gemäß Solvency II ist für die Rechnungslegung eine andere Wertermittlung nach dem "Fair Value Prinzip" erforderlich.

Schuldscheindarlehen werden von Issuern, die nach den nationalen Bilanzierungsvorschriften des HGB zu bewerten sind, unter der Bilanzziffer "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen ( 266 III C. 85. HGB). Schuldscheindarlehen werden bei Anlegern unter der Position "Sonstige Ausleihungen" ausgewiesen ( 266 II A. III. 5. HGB). Weil Schuldscheindarlehen nicht an der Wertpapierbörse notiert werden, erfolgen die Geschäfte am Sekundärmarkt ausschliesslich als OTC-Geschäft.

Die Preisfeststellung findet im Prinzip nur auf Nachfrage der Anleger statt. Sofern Anleger Schuldscheindarlehen erwerben wollen, wird die Durchführung gemäß §§ 398 ff. des Aktiengesetzes zediert. Im Regelfall ist die Überweisung gegenüber konventionellen Krediten bereits jetzt vertragsmäßig erleichtert, um der Art eines Kapitalmarktinstrumentes Rechnung zu tragen. Im Prinzip kann die Rückzahlung von Schuldscheindarlehen beliebig geregelt werden.

Die Beendigung durch einen nicht öffentlichen Aussteller (insbesondere ein Unternehmen) ist nach einer Frist von 10 Jahren mit Festzinsen auf das Schuldscheindarlehen nach Maßgabe des gesetzlich vorgesehenen Kündigungsrechts BGB (§ 489 I Nr. 2 BGB) möglich. Ist der Zinssatz variabel, kann das Schuldscheindarlehen des Schuldners nach § 489 II BGB mit einer Frist von 3 Wochen gekündigt werden.

Schuldscheindarlehen sind in der Regelfall nicht besichert: Dies bedeutet, dass Schuldscheindarlehen vorrangig ungesichert ausgegeben werden. Die Begrenzung der Risiken für den Kreditgeber wird durch so genannte Covenants (insbesondere Negativverpfändung, Pari-Passu, Change of Control, Cross Default, Cross Acceleration und Financial Covenants) erreicht. Der Schuldschein ist in der Regelfall ab einem Mindestumfang von 20 bis 25 Mio. EUR, im Einzelfall sogar ab einem Umfang von 10 Mio. EUR möglich. Die Mehrzahl der Geschäfte hat ein Gesamtvolumen von 50 bis 150 Mio. EUR. Die Fälligkeiten der Schuldscheinforderungen bewegen sich zwischen 3 und 10+ Jahren.

Der Markt für Unternehmens-Schuldscheindarlehen betrug 2014 mehr als 9 Mrd. EUR. Die Aufwendungen für das Schuldscheindarlehen sind nicht auf die zu zahlende Verzinsung beschränkt: Darüber hinaus sind eine Vermittlungsgebühr an die veranstaltende Hausbank und eine regelmäßige Gebühr für die Rolle der Zahlstelle zu zahlen. Im Regelfall sind nur 0,5 bis 0,7% des Kreditbetrages als Anschaffungsnebenkosten anfallend (bei geringeren Volumina jedoch bis zu 2%).

Auch für die kreditgebenden Kreditinstitute ist das Schuldscheindarlehen in zunehmendem Maße interessant geworden: Infolgedessen wird die direkte Vergabe von Krediten an Firmen immer weniger attraktiv und dementsprechend restriktiv. In diesem Fall wird das Schuldscheindarlehen für die Kreditinstitute zu einer risikoneutralen Variante des traditionellen Kreditgeschäfts.