Marktüblicher Zinssatz Gesellschafterdarlehen

Kapitalmarktzinssatz Gesellschafterdarlehen

Dies bedeutet, dass es sich um ein Darlehen der GmbH an den Gesellschafter handelt . Fremdkapitalfinanzierung 6 Bei Fremdkapitalfinanzierung durch Aktionäre ist das Risiko eines GA zu berücksichtigen! Wohl kaum ein Autohaus kommt ohne die wirtschaftliche Hilfe seiner Aktionäre aus. Da § 8a des Körperschaftsteuergesetzes (KStG) auch auf inländische Aktionäre für Geschäftsjahre, die am oder nach dem Stichtag des Jahres 2004 beginnen, Anwendung gefunden hat, kann eine solche Finanzierungsmöglichkeit für die Aktionäre aufwendig sein: Die Kosten sind hoch: Vielen Gesellschaftern der Autohaus-GmbH ist die Gefährdung noch nicht bekannt.  

Stellen Aktionäre ihrer Gesellschaft fremdes Kapital - z.B. als Kredit - zur Verfuegung, so sind die Verzinsung der gewinnreduzierende Aufwands der Gesellschaft. Stellen sie der Gesellschaft dagegen Stammkapital zur Verfuegung, so ist die Verguetung dafür kein Kostenaufwand, sondern eine Gewinnzuweisung. Somit kann die Gesellschaft die Vergütungen nicht auf eine gewinnmindernde Ebene, sondern auf eine (versteckte) Ausschüttung festlegen.

Er wird dem steuerlichen Bilanzgewinn der Gesellschaft zugerechnet und ist somit körperschaftsteuerpflichtig ( 8 Abs. 3 S. 3 S. 3 KStG, 7 S. 1 Gewerbesteuergesetz). Die Aktionäre müssen die halbe Steuer darauf als Kapitalertrag zahlen (Halbeinkünfteverfahren, 3 Nr. 40 Einkommensteuergesetz). Übersteigt die mit dem Aktionär für den Kapitaltransfer vereinbarte Vergütungshöhe den Marktzinssatz, wird der höhere Kapitalzins vollständig als vGA erfasst, d.h. zu den Erträgen der Gesellschaft addiert ( 8 Abs. 3 KStG), unbeschadet des 8a Abs. 3 SStG.

Auch wenn der Zinssatz vernünftig ist, akzeptiert das Finanzamt unter gewissen Bedingungen eine VBG (§ 8a KStG) für Aktionäre mit einer bedeutenden Beteiligung (> 25 Prozent). Die Großaktionäre sind den ihnen nahestehenden Menschen gleichzustellen. Die Problematik: Kredite von regressberechtigten Dritten (z.B. Hausbank) können auch zu vGAs für die Kunden der Bank werden. Achtung: Wenn die Gesamtvergütung, die diese Personengruppe von der Gesellschaft für die Bereitstellung von Stammkapital erhalten hat, 250.000 EUR im Laufe des Kalenderjahres nicht überschreitet, wird kein VAE unterstellt ("Freistellungsgrenze").

Diese Obergrenze berücksichtigt nicht die nur kurzfristige Kompensation des Fremdkapitals. Fest- oder variabel verzinsliche Verzinsung, Gewinnbeteiligung (Vergütung für Beteiligungsdarlehen, Genussscheine, Gewinnschuldverschreibungen), Umsatzbeteiligung, Bonus, Rabatt, Vorauszahlungszuschläge, Provision oder Honorare an den Kreditgeber. Die vom Aktionär zur Verfügung gestellten Fremdmittel übersteigen zumindest einmal jährlich das Eineinhalbfache seines Anteils am Eigenkapital ("safe haven").

Dies bedeutet, dass der Dritte das Kredit unter Beachtung des Betrags, der Schuldenquote und der angebotenen Wertpapiere nicht vergeben hätte. Dabei ist die Zinshöhe irrelevant. Um den " sicheren Hafen " kalkulieren zu können, muss zunächst das " verhältnismäßige Eigenmittel " des Anteilseigners errechnet werden.

Der Teil des Grundkapitals am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres, der dem Aktienanteil des Anteilseigners am Grundkapital ausmacht. Der handelsrechtliche Jahresabschluss der AB-GmbH stellt sich zum Stichtag des Geschäftsjahres 2004 wie folgt dar, wobei A und B1 jeweils 50 vom Hundert der Anteile halten: Die anteiligen Eigenmittel von H betragen 350.000 EUR bei einem Aktienanteil von 50 vH ("= 700.000 EUR x 50 vH").

Der höchstzulässige Fremdkapitalanteil ("safe haven") ist das 1,5-fache des Anteils am Eigenkapital des Anteilseigners, im Beispiel 525.000 EUR. Das folgende Beispiel verdeutlicht die Berechnung des vGA: Der Anteilseigner B gewährt der AB-GmbH im Jahr 2005 ein Kredit von 800.000 EUR zu einem Kreditzinssatz von 14 Prozentpunkten (Marktzins 10 Prozent).

Die Gesellschaft hätte auch von einem Dritten unter sonst identischen Voraussetzungen EUR 500 000 erlangt. Der Betrag des vGAs soll in mehreren Stufen berechnet werden. Es ist zwischen dem variablen Anteil aufgrund eines ungewöhnlich hoch angesetzten Zinsniveaus ( 8 Abs. 3 KStG) und dem variablen Anteil gemäß 8a RStG zu unterscheid. Die vereinbarten Kreditzinsen übersteigen den Marktzinssatz um vier Prozentpunkte.

Die höhere Verzinsung ist ein "normaler" vGA, d.h. EUR 32.000 (= 4 Prozent x EUR 800.000) der insgesamt EUR 800.000. Da die Entschädigung in einem Teil des übertragenen Vermögens festgelegt wird, muss zunächst der "sichere Hafen" ermittelt werden. Der Kredit überschreitet das erlaubte Kreditkapital um 275.000 EUR (= 800.000 EUR / 425.000 EUR).

Die von einem Dritten zur Verfügung gestellte Kreditsumme überschreitet das erlaubte Kreditkapital um EUR 50.000 (= EUR 60.000 / EUR 525.000). Bei diesen EUR 7.000 ist der Vergleich mit dem Dritten erfolgreich, so dass kein vGA akzeptiert wird. Der Rest von 200.000 EUR (= die restlichen 200.000 EUR / die restlichen 200.000 EUR / die restlichen 200.000 EUR / die restlichen 200.000 EUR) wären der Gesellschaft mangels Kreditwürdigkeit nicht von einem Dritten zugesprochen worden.

Hierauf entfällt eine entsprechende Gesamtvergütung von 10 Prozentpunkten (= EUR 20.000), ein sogenanntes ViceGa. Fazit: Bei der Ermittlung des zu versteuernden Ergebnisses der G-GmbH sind dem Jahresüberschuss 52.000 EUR zuzurechnen (= 31.000 EUR + 2.000 EUR). Die B hat die Steuer auf Einkünfte aus Anlagevermögen in Hoehe von 52.000 EUR zur Haelfte zu zahlen.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Hat der maßgeblich involvierte Aktionär oder eine ihm nahe stehenden Personen der Gesellschaft mehrere Kredite an die Gesellschaft vergeben, die unterschiedlich verzinst werden, sind die Kredite individuell zu berücksichtigen. Für den "sicheren Hafen" gilt: Die älteren Kredite müssen zunächst auf den "sicheren Hafen" angerechnet werden. Wenn eine mit dem wesentlichen Beteiligungsgesellschafter in enger Beziehung stehendes Unternehmen der Gesellschaft ein Kredit gewährt, sind bei der Bestimmung der GmbH-Erträge die gleichen Prinzipien anzuwenden, als ob der Gesellschafterin das Stammkapital selbst überlassen worden wäre.

Die Gesellschafterin selbst muss die vGA als Kapitalertrag besteuern. Achtung: Wenn die Gesellschaft ein Kredit sowohl vom Gesellschafter selbst, der maßgeblich beteiligt ist, als auch von einer ihm nahe stehenden Personen erhalten hat, werden diese beiden Kredite für die Überprüfung "sicherer Hafen" zusammengeführt. Der Anteilseigner B (anteiliges Kapital 350.000 Euro) gewährt der Firma BERLIN AG ein Kredit in Höhe von 800.000 AU.

Darüber hinaus gewährt seine Frau, die nicht Teilhaberin der Gesellschaft ist, der Gesellschaft ein Kredit in Höhe von 400 000 EUR. Der sichere Hafen (525.000 Euro) wird von B um 675.000 auf 675.000 umgelegt. Die von der Gesellschaft an einen Dritten (z.B. eine Hausbank) geleistete Fremdkapitalvergütung kann auch zu GA-Zahlungen in Form von Eigenkapitalzahlungen der Gesellschaft nach sich ziehen. Sofern der Dritte Zugang zum Aktionär oder zu einer mit dem Aktionär eng verbundenen Personen hat, gilt für die Verzinsung des Fremdkapitals das Gleiche, als ob der Aktionär das Stammkapital selbst bereitgestellt hätte.

Gegen den Aktionär oder eine ihm nahe stehende Personen hat die Gesellschaft einen Rechtsanspruch. Eine reale Sicherung liegt vor, z.B. eine Sicherungsübertragung oder eine Grundschuld, die auf den Namen des Aktionärs oder einer ihm nahe stehenden Personen eintragen wird. Bitte beachtet: Wenn der Gesellschafterin der Gesellschaft selbst ein Kredit gewährt und er selbst oder eine ihm nahe stehende Personen, z.B. ein Bankkredit, garantiert, werden beide Kredite bei der Bestimmung des "sicheren Hafens" addiert.

Es wird keine vGA unterstellt, wenn die Gesellschaft folgenden Nachweis erbringen kann ("Gegenbeweis", BMF, Brief vom 15. Juli 2004, Abs. 20): Die Vergütung für das Bankkreditgeschäft an die Gesellschaft bezieht sich nicht auf die von der Gesellschaft oder einer anderen Gesellschafterin an den Aktionär geleistete Vergütung für langfristig angelegte Vermögensanlagen, auf die die Gesellschaft Rückgriff hat.

Unter " andere Personen " versteht man nach vorherrschender Auffassung auch jede selbständige Institution. Stellt die BayernLB der BayernLB dagegen ein Kredit zur Verfügung und hat der Gesellschafterin selbst Ansprüche gegen die BayernLB oder eine andere "Person" (z.B. Zinsansprüche aus Kapitalanlagen), auf die die BayernLB zurÃ?

Der Aktionär B gewährt seiner Hausbank eine Garantie für das Darlehen der BayernLB an die AB-GmbH, die es der BayernLB im Falle einer Haftung erlaubt, auf ihr verzinsliches Termingeldkonto zuzugreifen. Ob auch nur ein Zurückbehaltungsrecht der Nationalbank am Depot als "Verbindung" zur Kreditvergütung angesehen wird, ist nicht klar. Aktionärsdarlehen sind eine heiße Sache.

Dieses Risiko wird jedoch vermieden, wenn der Gesellschafter die Nutzung auf die GmbH überträgt.