Kundenkredit Definition

Definition des Kundenkredits

"Kundenguthaben" Unter Kundenguthaben versteht man Anzahlungen, Vorauszahlungen oder Akontozahlungen des Kunden an den Lieferanten . Begriffsbestimmung und Deklaration 2018 Ein Kundenkredit ist ein kurzfristiges Handelsguthaben, das auf einer vertraglichen Übereinkunft zwischen einem Auftraggeber als Darlehensgeber und einem Auftragnehmer als Darlehensnehmer basiert, der Dienstleistungen erbringt, bei der der Auftraggeber vor Inanspruchnahme der Dienstleistung durch den Auftragnehmer zahlt. Oftmals wird auch von Käuferkredit, Käuferkredit, Kaution, Kundenvorauszahlung, Vorkasse gesprochen. Kundenkredite sind eine vielfach angewandte Finanzierungsmöglichkeit, insbesondere wenn zwischen der Disposition und der Erbringung einer Dienstleistung viel Zeit - teilweise mehr als ein Jahr - verbleibt und die Dienstleistung auf die besonderen Belange eines Auftraggebers zugeschnitten ist, z.B. im Großanlagen-, Großmaschinen-, Wohn- und Schiffbau.  

Sie kann dem Auftragnehmer in erster Linie für die nachstehenden Zwecke dienen: Da der Kunde an der Abdeckung seines Kapitalbedarfs teilnimmt, kann der Anbieter seine Liquiditätslage positiv beeinfluss. Der Vorschuss gibt die Gewissheit, dass der Kunde auch in Zukunft Interesse an der Dienstleistung hat und diese akzeptiert wird. Der Vorschuss stellt eine bestimmte Absicherung für die Solvenz des Kunden dar.

Der Betrag des Kundenkredits und der Zeit- oder Datumswechsel der Auszahlung sind in der Praxis anders festgelegt. Diese können beispielsweise von den in der Branche üblichen Zahlungsmodalitäten, aber auch von der Marktposition und der Auftragssituation des Anbieters abhängt. Eine Bankgarantie ist oft als Sicherstellung für Kundenkredite gedacht.

Kundenguthaben - Erläuterungen & Anwendungsbeispiele

Bei einem Kundenkredit gleicht der Abnehmer den Anbieter auf der Grundlage einer Vertragsvereinbarung aus. Für eine Dienstleistung, die erst in der Folgezeit vom Auftragnehmer geleistet wird, zahlt der Auftraggeber eine Vorauszahlung oder bereits die komplette Gegenleistung. Kundenkredit wird auch als Käuferkredit, Vorfälligkeitskredit, Einkaufskredit oder Debitorenanzahlung bezeichnet. Den Kundenkrediten liegt ein Verkaufsvertrag nach § 433 BGB zugrunde.

Im Kundenkredit ist der Anbieter der Darlehensnehmer und der Konsument der Darlehensgeber. Wird eine Teilzahlung geleistet, so handelt es sich um eine Abschlagszahlung; ist der gesamte Preis bereits vor der Auslieferung gezahlt, so handelt es sich um eine Vorabzahlung. Das Kundendarlehen stellt eine Finanzhilfe dar, die oft dann in Anspruch genommen wird, wenn zwischen der Projektierung und der Erbringung einer Dienstleistung viel Zeit vergeht, wenn die persönlichen Wünsche eines Auftraggebers berücksichtigt werden und/oder wenn die Erbringung der Dienstleistung mit sehr hohem Aufwand einhergeht.

Kundendarlehen werden zum Beispiel im Großanlagen- oder Schiffsbau verwendet. In der Regel wird auch der Wohnbau durch ein Kundendarlehen mitfinanziert. Je besser die Stellung des Anbieters im Vergleich zu seinen Wettbewerbern auf dem Gesamtmarkt ist, desto besser ist die Verhandlungssituation des Anbieters bei der Verhandlung der exakten Konditionen eines Kundendarlehens in Form von Darlehensbetrag, Zahlungshöhe und Ausführungszeitpunkt.

Eine Lieferantin mit einer guten Auftragssituation muss dem Auftraggeber weniger Konzessionen machen als eine Lieferantin mit einer falschen Auftragssituation. Darüber hinaus gelten die in der Branche üblichen Zahlungsmodalitäten auch bei der Verhandlung eines Kundenkredites. Ein Kundenkredit wird nicht unmittelbar verzinst. D. h. je später die Bezahlung oder die Zahlungseingänge erfolgen, desto teurer wird der Leistungspreis für einen Anbieter sein.

Übrigens, die umgekehrte Konfiguration des Kundenkredits ist der so genannte Supplier Credit. Kundenkredite bieten viele Vorzüge, insbesondere für den Ausrüster. Auf diese Weise sicherte er sich seine Liquiditätssituation, da der Auftraggeber durch das Darlehen zur Abdeckung des Eigenbedarfs für die Fertigung mitwirkt. Die Lieferantin kann mit dem Geldbetrag auskommen. Sie kann ihre eigenen Zulieferer bezahlten oder neue Geräte für die Fertigung anschaffen.

Darüber hinaus kann der Auftragnehmer unmittelbar erkennen, ob der Auftraggeber tatsächlich solvent ist und seine Vertragsverpflichtungen erfüllen kann. Darüber hinaus wird das Risiko der Nichtabnahme durch den Auftragnehmer reduziert. Besonders wichtig ist dies bei Dienstleistungen, die auf den jeweiligen Auftraggeber zugeschnitten sind. Bei Sonderanfertigungen ist es in der Praxis meist schwieriger, andere Auftraggeber zu gewinnen, wenn der Auftraggeber die Dienstleistung nach Abschluss nicht wünscht.

Der Nachteil und das damit verbundene Risikopotenzial des Kundenkredites sind in erster Linie auf den Verbraucher zurückzuführen. Eine Gefahr ist, dass der Auftragnehmer nicht bereit oder in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, z.B. weil sein Betrieb bankrott ist. Darüber hinaus kann der Auftraggeber von einer Hausbank eine Garantie verlangen. Wenn der Kundenkredit an ausländische Anbieter vergeben wird, gibt es neben dem Bonitätsrisiko ein Länderrisiko und ein rechtliches Risikopotenzial.

Vor allem der Darlehensgeber wird letztlich vom Kundenkredit abhängig, da er darauf vertrauen muss, dass der Anbieter die vertragsgemäße Dienstleistung in vollem Umfang erbringen wird. Das Kundenguthaben geht auch zu Lasten der Kundenliquidität. Andererseits kann der Auftragnehmer vor allem durch nicht unerhebliche Preissenkungen im Zuge eines Kundenkredites benachteiligt werden.