Kreditderivate

Darlehensderivate

Die Kreditderivate gehören zur Klasse der derivativen Finanzinstrumente mit kreditsensitiven Referenzinstrumenten . Kreditderivate sind Finanzinstrumente, die den Kauf oder Verkauf bestimmter Kreditrisiken ermöglichen. Die Kreditderivate - Überblick und Auswirkungen auf die Geldpolitik und die Finanzstabilität.  

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Unter Derivaten versteht man eine Subspezies von Derivaten und handelbaren Finanzinstrumenten, die als Basiswerte Loans, Credits, Bonds oder ähnliche Vermögenswerte enthalten und das damit verbundene potentielle Ausfallsrisiko gegenüber dem Sicherungsnehmer sichern und gegenüber dem Sicherungsgeber verstärken. Hinzu kommt die reine Spekulationsvariante der nackten Kreditderivate ohne Basisinstrument.

Im Falle eines Kreditderivats gibt es den Sicherungsnehmer, die Verkäuferin und das zugrundeliegende Geschäft, d.h. das Ausfallrisiko für den Referenzkreditnehmer, das einem Kredit, Credit oder Bond inhärent ist. Möglicherweise hat der Kreditgeber dieses Ausfallrisikos ein Sicherungsinteresse an der Absicherung seines Ausfallrisikos als Sicherheitsnehmer durch ein Bonitätsderivat.

Gleichzeitig wird sein Ausfallrisiko gewahrt und durch das Ausfallrisiko absichert. Damit wird das originäre Kreditverhältnis zwischen dem Sicherungsnehmer auf der einen und dem referenzschuldnerischen Partner auf der anderen Seite weder geändert noch wiederhergestellt. Kreditrisiken und Kreditderivate bestehen daher für den Besicherten zeitgleich. Nur für das Bondderivat tritt er als Geschäftspartner auf, ohne auf den Referenzschuldner verweisen zu müssen.

Nur in seiner Eigenschaft als Bürge übernimmt er das Kredit- und Ausfallrisiko, im Falle eines Kreditinanspruchs den gesicherten Teil bezahlen zu müssen. Kreditderivate sind nach der rechtlichen Definition des 2 Abs. 3 Nr. 4 WpHG "alle festen Geschäfte oder Optionsgeschäfte, die als Käufe, Börsen oder sonstige strukturiert sind und mit zeitlicher Verzögerung zu erbringen sind und der Übertragung von Ausfallrisiken dienen".

Kreditausfall-Swaps, Total Return Swaps oder Credit Linked Notes sind Kreditderivate im Sinne von Artikel 204 Nr. 1 CRR, die von der Aufsichtsbehörde als Sicherheiten für den Sicherheitennehmer anerkannt werden, wenn eines der in Artikel 216 Nr. 1 CRR genannten Bonitätsereignisse eintrat und die Bestimmung des Vorkommnisses nicht in der alleinigen Verantwortung des Sicherheitengebers liegt (Artikel 216 Nr. 1e CRR).

Werden die ISDA Master Agreements angewendet, ist dies gewährleistet, da die Bestimmung eines Credit Events nicht in der Verantwortung der Vertragspartner und in der alleinigen Verantwortung des ISDA Determinations Committee erfolgt. Die folgenden Bonitätsereignisse sind in Artikel 1 das Fehlen der zu leistenden geschuldeten Leistungen nach den zum Zeitpunkt des Scheiterns gültigen Bedingungen der zugrundeliegenden Haftung, mit einer Frist, die gleich oder kleiner als die der zugrundeliegenden Haftung ist;

Bankrott, Zahlungsunfähigkeit oder die Zahlungsunfähigkeit des Zahlungspflichtigen oder sein schriftlich abgegebenes Geständnis, dass er in der Regel nicht mehr in der Lage ist, fällige Forderungen zu begleichen (Moratorium), sowie vergleichbare Vorkommnisse; Umstrukturierung der zugrundeliegenden Schuld, kombiniert mit einer Schuldenerleichterung oder Abgrenzung des Kreditbetrags, der Zinsen auf der Aktivseite, was zu einem Verlustvortrag seitens des Zahlungsempfängers führen kann.

Beim Kreditrisiko wird zwischen reinen Ausfallsrisiken und Kreditrisiken (Spreadrisiken) differenziert. Im Falle der so genannten Adressenausfallrisiken ist das auslösende Bonitätsereignis immer ein nicht erfülltes Darlehen, während bei Kreditausfallrisiken eine Erhöhung der Risikoprämie (verteilt auf den risikolosen Zinssatz) und damit der Rückgang des Barwerts der Investition zugrunde liegt. Dabei können Kreditderivate auch in default- und ratingbedingte Kreditderivate untergliedert werden.

Grundsätzlich wird zwischen ereignisbasierten und marktpreisbasierten Kreditderivaten differenziert. Im Falle von ereignisgesteuerten Kreditderivaten erfolgen Auszahlungen durch den Bürgen an den gesicherten Schuldner beim Eintreten eines vom zugrundeliegenden Referenzschuldner festgelegten Kreditereignisses. In diesem Fall werden die Auszahlungen durch den Bürgen an den gesicherten Schuldner erfolgt. Die Zahlungsverpflichtung aus dem Kreditderivat hängt unmittelbar vom Eintrittszeitpunkt des Kreditereignisses ab, weshalb eine klare Abgrenzung und eine eigenständige Verifizierbarkeit dieses Vorfalls von entscheidender Wichtigkeit sind.

Im Falle von Marktpreis-Kreditderivaten basieren die Zahlungsvorgänge zwischen den betroffenen Partnern auf der Wertentwicklung eines bestimmten Finanzinstruments oder seiner relativen Wertentwicklung gegenüber dem jeweiligen Gesamtmarkt. Im Falle von Marktpreis-Kreditderivaten basieren die Zahlungsvorgänge zwischen den betroffenen Partnern auf der Wertentwicklung eines einzelnen Instruments. Im Falle von Marktpreis-Kreditderivaten werden bei positiver Preisentwicklung des Kreditderivats Leistungen des Käufers an den Veräußerer des Kreditderivats und bei positiver Preisentwicklung auch in umgekehrter Richtung erbracht. Aufgrund der hohen Innovativität des Kreditsystems, vor allem im Derivatebereich[7], steigt die Vielfalt der Arten immer mehr.

Der Credit Default Swap und die Credit Default Option sind ähnlich wie eine Bürgschaft. Wenn eine physische Abrechnung abgeschlossen ist, muss der Sicherheitennehmer das Underlying auch wirklich halten, um es im Falle eines Credit-Ereignisses an den Sicherheitengeber ausliefern zu können (Credit Default Swap). Ist jedoch ein Ausgleich in bar getroffen, ist das Eigentum am Basiswert nicht erforderlich, da ein Ausgleich in bar erfolgt (Credit Default Option).

Zusätzlich zum traditionellen Credit Default Swap gibt es auch den "naked" CDS (Credit Default Swap ohne Underlying), der ausschließlich Spekulationszwecken diente und nicht der Sicherung eines Bonitätsrisikos diente. CDSs können nur von Anleihen- und Kreditportfolios gegenüber Regierungen erworben werden und sichern so ihr Ausfallsrisiko.

Ein Credit Linked Note ist eine strukturelle Anleihe, die eine Credit Default Option mit Barausgleich als Derivatkomponente aufnimmt. Im Rahmen eines Gesamtrendite-Swaps wird die Rendite des Basiswertes gegen eine andere Rendite eingetauscht. Bei dem Equity-Swap handelt es sich um einen Total-Return-Swap, bei dem das Basisinstrument eine Beteiligung ist.

Der Creditspread ist eine Option auf den Zinsunterschied zwischen zwei zugrundeliegenden Vermögenswerten, von denen zumindest einer ein Bonitätsrisiko repräsentiert. Kreditspread-Optionen sind in unterschiedlichen Ausprägungen erhältlich. Der zugrundeliegende Vermögenswert kann sowohl eine Rendite als auch eine Preisdifferenz sein, er kann sich auf Zins- und Dividendenpapiere beziehen und er kann eine Vielzahl von Auszahlungsprofilen und -bedingungen haben.

Die Credit Spread-Forward ist ein Forward-Geschäft über den Zinsunterschied zwischen zwei zugrundeliegenden Vermögenswerten, von denen zumindest einer ein Bonitätsrisiko darstellt. Darüber hinaus sind CreditSpread Forwards in unterschiedlichen Formen erdenklich. Wie bei der Credit-Spread-Option kann der zugrundeliegende Vermögenswert ein Kurs- oder Renditeaufschlag sein, wodurch sie sich auf Zins- oder Dividendenwerte berufen können.

Die International Swaps and Derivatives Association der ISDA (ISDA) stellt seit 1998 eine Standard-Dokumentation für Credit Default Swaps zur Verfugung, die es den interessierten Partnern ermoeglicht, aus den angebotenen Varianten zu waehlen. Als Kreditderivate werden für beide Seiten verbindliche Kontrakte bezeichnet, deren wechselseitige Forderungen zum Stichtag als nicht in voller Höhe erfüllten sind. Gemäß 19 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 und 4 des KWK zählen diese zum außerbilanzmäßigen Handelsgeschäft der Institute und sind daher "unterhalb der Bilanz" ("unterhalb der Linie") auszuweisen.

10 ] Kreditderivate werden gemäß IAS 39 und IAS 37 grundsätzlich als Derivate bilanziert. Zusätzlich zu den oben erwähnten Arten von Krediterivaten gibt es auch vielschichtige Hybridprodukte: Mathias Mock, Marika Sauckel: Funktionalität und Signifikanz von Kreditderivaten. der Kreditderivate. Die " British Bankers' Vereinigung, Credit Derivatives Bericht 2006, S. 4. "Single-Name-CDS" dominierte 2006 den Gesamtmarkt für Kreditderivate mit einem - rückläufigen - Marktanteil von 32,9 Prozent.

Höchstspringen 2011 Monatsreport Europäische Zentralbank, Deutschland, S. 27 ff., "Instrumente für den Kreditrisikotransfer: Anwendung bei Kreditinstituten und Gesichtspunkte der Finanzstabilität", 2004. Hochsprung 2011 Monatsreport DS, Dez. 2004, "Credit Default Swaps - Functions, Significance and Information Content", S. 43 ff. Hochsprung Sebastian Oberhäuser, Risk Management with Credit Derivatives, 2008, S. 3. Hochsprung ? Sebastian Oberhäuser, Risk Management with Credit Derivatives, 2008, S. 4. Hochsprung ? Sebastian Oberhäuser, Risk Management with Credit Derivatives, 2008, S. 6. Hochsprung ? Michael Luschhüter/Andreas Striegel, International Financial Reporting, IFRS Commentary, 2011, S. 843.