Goldene Finanzierungsregel

Goldfinanzierungsregel

In der goldenen Finanzierungsregel wird gefordert, dass die Dauer der Kapitalbindung im Vermögen nicht länger sein darf als die Dauer des Kapitaltransfers. Der goldene Saldo ist mit dem goldenen Bankkonto vergleichbar. In der goldenen Finanzierungsregel heißt es, dass auch langfristige Investitionen langfristig finanziert werden müssen.

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In den Finanzierungsvorschriften, auch bekannt als Financial Rules, geht es um die Fragestellung, wie ein zu finanzierendes Untenehmen seine Finanzierungen strukturieren soll (Dotation mit Kapital). Hinsichtlich einer optimalen Eigenkapitalstruktur, d.h. einer kostenminimierenden und damit auch unternehmenswertmaximierenden Interpretation der Finanzierungen, haben sich einige Gestaltungsregeln entwickelt. Dabei geht es nicht nur um eine optimierte Fremdfinanzierung, sondern auch um die Aufrechterhaltung der Solvenz, d.h. um eine optimierte Auslastung.

Die Liquiditätsbewertung basiert auf dem Prinzip der Fälligkeitskongruenz. In der Regel sind die meisten der nachfolgend aufgeführten Regelungen in der Realität nicht realisierbar, da sie je nach Sektor kaum oder gar nicht umsetzbar sind. Darüber hinaus verringern sie oft die Profitabilität zugunsten der Liquiditätssituation, aber je besser die Vorschriften eingehalten werden, desto länger können die wirtschaftlichen Trockenperioden überwunden werden.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es notwendig, die strengen Vorschriften an jedes Einzelunternehmen oder wenigstens an eine Industrie anzupassen, um den praktischen Nutzen zu ermitteln. Je nach Bilanzposten der in der Bilanz berücksichtigten Einflussfaktoren werden die Finanzierungsvorschriften in horizontal und vertikal unterteilt: Danach sollte das Eigenmittel in etwa so hoch sein wie das Fremdkapitalbett ("One-to-One-Regel").

Praktisch ist diese Regelung in Deutschland nahezu sinnlos, da in Deutschland die Eigenmittelquote unter 20 Prozentpunkten liegt, während in den USA die Eigenmittelquote deutlich höher ist (rund 50 Prozent). Ebenso wie die Regeln für die vertikale Finanzierung werden auch die folgenden Regeln kritisiert. Außerdem besteht keine Gefahr einer sofortigen Zahlungsunfähigkeit bei ungenügender Laufzeitkongruenz, da nur eine Ersatz-Finanzierung sichergestellt werden muss.

Der Fälligkeitsgrad des Eigenkapitals sollte der Umschlagshäufigkeit der mit ihm zu finanzierenden Vermögenswerte entspricht. Die goldene Bankenregel legt fest, dass die Summe und die Laufzeit der von einem Kreditunternehmen vergebenen Darlehen den Sicht-, Termin- und Spareinlagen entspricht, die dem Kreditunternehmen zur Verfuegung gestellt werden.

Das heißt, dass Kurzzeiteinlagen nur kurzzeitig aufgenommen werden können, während Langzeiteinlagen kurz-, mittel- und langfristig aufgenommen werden können. Die Golden Banking Rule wird in Wirklichkeit von Finanzinstituten normalerweise nicht beachtet. In der Tat generieren die heutigen Kreditinstitute auch Einnahmen, indem sie absichtlich gegen die goldene Bankenregel vorgehen. Anschließend transformieren sie die Fälligkeiten, indem sie einen Teil ihrer zinsgünstigen, kurzlebigen Anlagen dauerhaft und damit zu erhöhten Zinssätzen verleihen.

Die goldene Bankenregel ist auch in der Wirtschaft kontrovers, da sie nicht alle Zahlungsvorgänge eines Kreditinstitutes mitberücksichtigt. Eine Liquiditätsversorgung erfolgt nur, wenn in einem bestimmten zeitlichen Rahmen die Höhe der Auslagen, über die das Finanzinstitut keine Kontrolle hat, die Höhe der jeweiligen Leistungen nicht übersteigt. Bei der Silberfinanzierungsregel (Deckungsgrad II) ist eine Fristenkongruenz zwischen Eigenkapital (Verbindlichkeiten) und Vermögenswerten (Assets) erforderlich.

Finanzierungen des Anlagevermögens (AV) durch Eigenmittel (EK) im engeren Sinn oder durch Eigenmittel (EK) und langfristig gebundenes Fremdkapital im weiteren Sinne: Die Beachtung dieser Vorschriften gewährleistet daher noch nicht die Liquidität der Gesellschaft, da die Kapitalbindungszeiträume und Kapitaltransferfristen schwierig zu definieren sind, wenn eine Bilanzierung auf dem Stichtag (Stichtag) beruht. Bei Beachtung dieser Vorschriften ist mit einer gewissen Sicherheit davon auszugehen, dass das finanzielle Ausgeglichenheit auch in der Folgezeit bestehen bleibt.

Nach der goldenen Finanzierungsmethode (Deckungsgrad III) sind langjährig gebundene Vermögenswerte (Grundstücke, Investitionen, Lizenzen) durch langfristig angelegtes Fremdkapital (Eigenkapital, Kredite) zu decken, andernfalls besteht das Risiko einer Liquiditätsverknappung. Hermibert Bodenhoff: Einstieg in die Finanz- und Anlagenbuchhaltung.