Gesellschafterdarlehen

Aktionärsdarlehen

Aktionärsdarlehen - Achtung Haftungsrisiko Daher bekommen die Unternehmen von ihren Gesellschaftern die erforderlichen finanziellen Mittel in Form von sogenannten Gesellschafterdarlehen. Insbesondere im GmbH-Recht sind Tilgungen von Gesellschafterdarlehen mit einem Risiko für Aktionäre und geschäftsführende Direktoren behaftet, wenn die Zahlungsfähigkeit der Firma nicht gewährleistet ist. In Hamburg, Berlin und München sowie überregional beraten Sie unsere spezialisierten Anwälte für Gesellschaftsrecht in allen Fragestellungen rund um das Gesellschafterdarlehen.

Rechtsanalyse der bestehenden Gesellschafterdarlehen. Risikoberatung bei der Tilgung von Krediten, vor allem in der Unternehmenskrise; aussergerichtliche und justizielle Absicherung von geschäftsführenden Direktoren und Aktionären gegen Insolvenzverwalter; Gestaltung von Kreditverträgen, die den insolvenzrechtlichen Überschuldungsgrad der Firma nicht beeinträchtigen und damit das Haftungsrisiko für den geschäftsführenden Direktor mindern. Neben dem allgemeinen Kreditrecht hat das Gesellschafterdarlehen auch Auswirkungen auf das Gesellschafts- und Konkursrecht.

Nachfolgend erhalten Sie einen Gesamtüberblick über die gesetzlichen Grundlagen des Gesellschafterdarlehens. In diesem Zusammenhang wird auf die folgende Tabelle verwiesen. Aktionärsdarlehen sind eine Form der gemischten Fremd- und Eigenfinanzierung. Die Gesellschafterin schliesst mit der Firma einen ordentlichen Kreditvertrag ab, hat aber aufgrund ihrer Stellung als Aktionärin wesentlich mehr Einsicht und Einfluss auf die Firma als eine gewöhnliche Kreditgeberin. Es wird aufregend, wenn die Firma pleite geht.

Eine " normale " Kreditgeberin wäre mit ihrer Kreditforderung vor den Aktionären zufrieden (wenn überhaupt noch etwas verteilt werden muss). 39 Abs. 1 Nr. 5 InO wird das Gesellschafterdarlehen jedoch als Eigenmittel angesehen, bei den nachgeordneten Kreditgebern wird das Gesellschafterdarlehen auch mit dem letzen Platz ausgestattet. Aus wirtschaftlicher Sicht ist das Gesellschafterdarlehen daher ein Eigenmittel.

Eine heikle Frage ist die Tilgung von Gesellschafterdarlehen, wenn sich das Unter-nehmen bereits in der Finanzkrise befind. Gleiches trifft zu, wenn sich das betreffende Einzelunternehmen zum Rückzahlungszeitpunkt nicht in einer Krisensituation befindet, d.h. kein ernsthaftes Insolvenzrisiko besteht. Eine weitere brisante Thematik ist der Umschlag von Gesellschafterdarlehen beim Verkauf von Aktien.

In der Regel ist die Zielfirma der Darlehensschuldner von Gesellschafterdarlehen. Allerdings hat der Bundesgerichtshof beschlossen, dass bei der Veräußerung von Kreditforderungen nicht nur der Alt-, sondern auch der Neuaktionär im Insolvenzfall Insolvenzschuldner der Rücktrittsforderung ist. Demnach könnte der Konkursadministrator die Tilgung eines Gesellschafterdarlehens bestreiten, wenn sie im Jahr vor der Insolvenzeröffnung erfolgte.

Nach Ansicht des BGH bleibt das Kredit als Gesellschafterdarlehen für ein weiteres Jahr bestehen. Nur ein Jahr nach dem Kauf wäre eine Tilgung nicht mehr gegenstandslos. Ein Gesellschafterdarlehen konnte der Käufer des Unternehmens aufnehmen, nach dem M&A-Geschäft zurÃ??ckzahlen und einige Monaten spÃ?ter die ZahlungsunfÃ?higkeit beantragen. Dann könnte der Konkursverwalter die Tilgung des Kredits bestreiten und den Rückforderungsbetrag vom Altgesellschafter, der sein Haus bereits veräußert hat, einfordern - auch wenn er von der Tilgung überhaupt nicht profitiere!

Durch den Aktienkaufvertrag könnten die Zielfirma und der Erwerber verpflichtet werden, für ein Jahr nach Abschluss des Kaufvertrages keine Einzahlungen auf Gesellschafterdarlehen zu leisten. Es ist auch denkbar, dass der Veräußerer das Kredit für den Erwerber für einen bestimmten Zeitpunkt treuhänderisch verwaltet. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Handhabung von Gesellschafterdarlehen eine große Vorsicht der Berater voraussetzt.

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