Fremdwährungsdarlehen

Darlehen in Fremdwährung

Begriffsbestimmung Fremdwährungskredite ( 244 BGB); die Zinsverhältnisse sind von Jahr zu Jahr sehr verschieden. Fremdwährungsdarlehen werden daher hauptsächlich in CHF oder japanischem Yen gewährt. Die Darlehensnehmerin oder der Darlehensnehmer zieht das Kredit in Fremdwährung auf und bekommt den entsprechenden Betrag in EUR. Zins- und Tilgungszahlungen müssen in der Fremdwährung erfolgen.

Dabei werden die Tranchen zum Wechselkurs in EUR umgetauscht und vom Girokonto abgezogen. Wenn also der Wechselkurs des Euroraums gegenüber dem JPY oder FRANKREICH ansteigt, muss der Darlehensnehmer weniger Eur für seine Rückzahlung bezahlen, aber wenn der Wechselkurs des Euroraums fällt, nimmt der Aufaufwand zu. Fremdwährungskredite können im Grundbuch gesichert werden, eine Eingabe in CHF ist ebenfalls möglich, es werden aber in der Regel Grundpfandrechte erfasst, die den Kreditbetrag um 10 bis 30 Prozentpunkte überschreiten.

Fremdwährungsdarlehen sind prinzipiell keine Baufinanzierungen, sondern (spekulative) Währungsgeschäfte. Mit der Kreditrichtlinie für Wohnimmobilien für Immobilien-Verbraucherkredite in fremder Währung sind seit dem 1. Januar 2016 die Informationsverpflichtungen des Kreditgebers in Kraft getreten. Der Kreditgeber hat den Kreditnehmer danach unverzüglich zu benachrichtigen, wenn sich der Betrag des ausstehenden Saldos oder der Betrag der regulären Teilzahlungen in der nationalen Währung des Kreditnehmers um mehr als 20 v. H. gegenüber dem Betrag erhöht, der sich ergeben hätte, wenn der Wechselkurs zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses verwendet worden wäre (§ 493 BGB).

Im Falle eines Immobilienkonsumkreditvertrages in fremder WÃ?hrung, der nicht in der WÃ?hrung des Mitgliedstaates der EuropÃ?ischen Gemeinschaft abgeschlossen wurde, in dem der Kreditnehmer zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses seinen sÃ?

Reklamationen bei massivem Verlust von Fremdwährungsdarlehen

München, 03.05.2017 - Wir erhalten laufend Nachfragen von geschädigten Anlegern, die ihre Finanzierungen als Fremdwährungskredite in CHF (CHF) oder JPY (Japanischer Yen) abgeschlossen haben und nun vor der Fragestellung gestellt werden, wie sie das wechselkursbedingte Kreditengagement zu Lasten des Kreditnehmers ausgleichen sollen.

Beispielsweise ist ein im Jahr 2003 abgeschlossener Kreditvertrag über 420.000,00 EUR in CHF inzwischen gut 600.000,00 EUR wert. Von der vielen Kreditnehmern zugesagten "günstigen" Finanzierungsmöglichkeit ist nichts zu erkennen. Vor allem Devisendarlehen für dt. Unternehmen wurden von Raiffeisenbanken (damals überwiegend in Kooperation mit der DZ Bank), Österreichischen Sparbanken (z.B. Erste Postbank der Österreichischen Sparanstalten, damals überwiegend in Kooperation mit "S-Immofin" und oft in Deutschland) oder der Banca Austria angeboten.

Das Bestreben unserer Kunden ist es, so platziert zu werden, als hätten sie das Fremdwährungskredit oder -darlehen nicht geschlossen. Zum einen kann dies durch einen (rechtzeitigen) Rücktritt erfolgen, zum anderen wurden viele Kreditnehmer zum Zeitpunkt des Abschlusses nicht hinreichend auf das Fremdwährungsrisiko aufmerksam gemacht. Der BGH (Az BGH V ZR 72/11), ist nach Beschlüssen des BGH, mit einem solchen Geschäft über das zu bereinigende Gefahr.

Die EuGH hat in einem Fremdwährungskredit beschlossen, dass die Konsequenzen und Gefahren einer Devisenfinanzierung dem Konsumenten gegenüber transparent und nachvollziehbar dargelegt werden müssen (EuGH C 26/13) und auch der OGH in einem Fremdwährungsstreit zugunsten der Investoren beschlossen und zu dem Schluss gekommen, dass die Risken einer spekulativen Devisenfinanzierung den Investoren gegenüber klargestellt werden müssen (OGH 8OB66/12g).

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