Dispo Zinssätze

Diskontierungszinsen

Der Zinssatz für Überziehungskredite ist in der Regel höher als der Zinssatz für das Sparen auf anderen Konten, wie z .B. Tagesgeldern. In ihrer Umfrage ermittelten sie auch die Zinssätze für "tolerierte Überziehungen". Bundesverbraucherministerin Maas will die Zinsen begrenzen. Kritik an zu hohen Kontokorrentkrediten haben die inländischen Kreditinstitute zurückgewiesen.  

Wertpapierhandelsbestimmung | Dossier: Spannender Dispo-Zinssatz

"â??Viele BÃ??ros und Sparbanken in Deutschland sind Abzockereien. "Die " Sammlung Warenkunde " startet mit diesem Urteil ihren Report über den letzten Girokontotest. Die billigste Finanzinstitution verzinst sich mit 4,2 Prozentpunkten auf einen Kontokorrentkredit und trägt den Namen VR-Bank Uckermark-Randow. In der September-Ausgabe untersuchte "Finanztest" insgesamt 538 Institute und Skibanken. 94 Institute fordern 8,5 Prozentpunkte oder weniger für eine Überziehung innerhalb des gewährten Kontokorrentkredits.

Durchschnittlich werden 11,31 Prozentpunkte von den Kreditinstituten übernommen. Der höchste Dispozinssatz beträgt 14,75 Prozentpunkte und wird von der Volksbank Feldatal und der Raiffeisenbank mit 14,25 Prozentpunkten, von der Raiffeisenbank Fischenich-Kendenich mit 14,25 Prozentpunkten veranschlagt. Für die Stichting Warmentest ist der Dispo-Zins "deutlich unter 10 Prozent". "Statt die Vorteile des Zinsniveaus an ihre Kundschaft zu geben, ziehen es viele Kreditinstitute vor, die enormen Erträge, die sich aus der großen Differenz zwischen Überziehungszinsen und Marktzinssätzen ergeben, mitzunehmen", so der Report.

Selbst der Ausfall, der bei Kontokorrentkrediten nur 0,3 Prozentpunkte beträgt, rechtfertigt nicht die hohe Verzinsung der Kreditinstitute. Als Reaktion auf den Report betonte die DK die Wahlmöglichkeit der Verbraucher aus einer großen Anzahl von Anträgen. Es wird jedoch davor gewarnt, sich ausschließlich auf den Dispo-Zinssatz zu konzentrieren.

Dieser Hinweis wird auch von der Stichting Warmentest in ihrem Report gegeben. Die Stellungnahme des Bundesverbandes Deutsche Kreditinstitute (BdB) ist beinahe hämisch - schließlich werden in dem Report drei Genossenschaftsinstitute als Hochpreisanbieter anprangert. Geschäftsführer Michael Kemmer: "Das ist ein gutes Resultat für die Privatbankkunden.

Die Privatbanken sind beim Dispo-Zinsniveau ebenso konsumentenfreundlich wie bei den tiefen Geldautomatengebühren. "Auch die von der Süddeutschen Zentralbank für unzureichend befundene Offenheit der Mitglieder des Bundesverbandes würdigt Kemmer: "Nur 413 der mehr als 1.500 untersuchten Kreditinstitute gaben uns einen eindeutigen Hinweis auf ihren Dispo-Zinssatz. "Die Zinssätze für Auszahlungen und die Diskussion über ihre Hoehe bereiten jedoch nicht nur den Verbrauchenden und verbraucherorientierten Einrichtungen Probleme.

Verständlicherweise empfinden die Menschen die große Differenz beim Abgleich der Zinssätze und der Überziehungszinsen als unfair. Für alle Kreditinstitute basierte die Entscheidung über die Konditionen auf einem Gleichgewicht zwischen einer stabilen Handelsspanne und der Wettbewerbssituation. Im Kommentar zum Testbericht stürzen sich einige Leserschaften in die Verletzung für die Kreditinstitute und beziehen sich z.B. auf die kostenlose Gebührenberatung.

Leserin "Takki" schreibt: "Wenn die Kundschaft in Deutschland gewillt wäre, EUR 50,- pro Beratungsstunde bei einer Hausbank zu zahlen, oder wenn es möglich wäre, die anfallenden Gebühren nach der Quelle zu verrechnen (EUR 30,- pro Mahnung), was genialerweise vom Gesetzgeber untersagt ist, dann könnte der Dispozinssatz auch 4% betragen.