Darlehen Variabler Zinssatz

Kredit Variabler Zinssatz

Bei variablen Darlehen mit einer Zinsobergrenze (Cap) berechnen die Anbieter neben den Bearbeitungsgebühren eine Cap-Prämie . Beim variablen Darlehen wird der Zinssatz für einen kurzen Zeitraum fixiert. Variierender Zinssatz: Die Kredite werden an die Kapitalmarktbedingungen angepasst. Im Falle eines variabel verzinslichen Darlehens sind die Fremdkapitalzinsen eine variable Variable, die sich aus Schwankungen der Zinssätze auf den Kapitalmärkten ergibt.  

Variable Verzinsung - Zinskorrektur am Finanzmarkt

Es kann ein variabler Zinssatz zwischen dem Finanzinstitut und dem Darlehensnehmer festgelegt werden. In den meisten FÃ?llen werden die ZinssÃ?tze von variablen Darlehen halbjÃ?hrlich oder jÃ?hrlich angepasst. Die Kreditinstitute orientieren sich an der Festlegung eines Leitzinses wie dem Euribor (European Interbank Offered Rate) oder dem London Interbank Offered Rate (Libor).

Bei einem bereits vergleichsweise niedrigen Zinssatz ist es ratsam, dass die Darlehensnehmer einen festen Zinssatz von mehreren Jahren einhalten. Der weitere Pluspunkt der variablen Darlehen ist die jederzeitige Kündigungsmöglichkeit mit einer Kündigungsfrist von drei Jahren. Variable Darlehen sind in der Regelfall niedriger verzinst als festverzinsliche Darlehen.

Nachteilig bei variabel verzinsten Krediten ist das Risikopotenzial, sich in einer hochverzinslichen Phase zu befinden und mit höheren Zinssätzen zu kämpfen. Darüber hinaus ist die Planbarkeit von festverzinslichen Darlehen größer als bei variabel verzinsten Darlehen. Variabel verzinsliche Darlehen sind beispielsweise Überziehungskredite, Rollover-Kredite oder Überziehungskredite.

Variabel verzinslich

Ein variabler Zinssatz ist im weiteren Sinn definiert als ein Zinssatz, der nicht fixiert, sondern veränderbar ist. Praktisch gibt es sowohl für Investitionen als auch für Kredite einen variablen Zinssatz. Der Aufbau ist immer abhängig von den Bedingungen, die im jeweiligen Anwendungsfall oder für eine spezifische Klasse von Anlage- oder Finanzprodukten festgelegt wurden.

Variable' in diesem Kontext heißt in diesem Fall nur, dass der Anfangszinssatz nicht während der ganzen Lebensdauer des Investments oder Kredits gleichbleibend sein muss, sondern vom Darlehensgeber zu jeder Zeit abändern ist. Konkret ist dieser Punkt jedoch oft, wenn die Parteien z.B. einig sind, dass der Zinssatz nur angepasst werden kann, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind, wie z.B. eine Änderung eines gewissen Referenzsatzes.

Zu diesen Referenzzinssätzen gehören z. B. der EUR InterBank Offered Rate, oft nur kurz als EURIBOR oder der LIBOR (London InterBank Offered Rate) genannt; in Deutschland wurde in der Vergangenheit auch der FIBOR (Frankfurt InterBank Offered Rate) vielfach eingesetzt. So kann z.B. festgelegt werden, dass eine Änderung der Anlage- oder Darlehenszinsen vorgenommen werden soll, wenn sich der Referenzzins um einen gewissen Prozent verändert hat.

Auf der anderen Seite ist es auch möglich, den Zinssatz zu gewissen Zeitpunkten an die Änderung des Referenzsatzes anzupassen, ohne jedes Mal eine neue Entscheidungsfindung treffen zu müssen. Es ist auch zu differenzieren zwischen denjenigen, in denen eine Zinsanpassung unvermeidlich ist, und denjenigen, in denen es in der alleinigen Verantwortung der Banken liegt, den Zinssatz anzupassen oder nicht zu ändern.

Die Frage, ob ein variabler Zinssatz oder ein fester Zinssatz bevorzugt wird, kann nur auf der Grundlage der jeweiligen Ausgangssituation des Darlehensnehmers oder Investors beurteilt werden. Für einen Anleger, der sich in einer Niedrigzinsphase für eine Investition in ein bestimmtes Sparkonto entschließt, ist es durchaus ratsam, sich auf einen variablen Zinssatz zu einigen.

Damit ist sichergestellt, dass er bei steigenden Marktsätzen nach wie vor nur einen niedrigen Zinssatz für sein Depot bekommt und damit nicht am Zinsanstieg teilnimmt. Andererseits ist es in Zeiten mit hohen Zinssätzen günstiger, mit einem fixen Zinssatz zu investieren, da ein variabler Zinssatz dann mit dem Verlustrisiko einhergeht, dass eventuell zu einem bestimmten Zeitpunkt nur ein niedrigerer Zinssatz als zu Beginn erzielt wird.

Allerdings ist ein variabler Kredit in Phasen hoher Zinsen durchaus sinnvoll, da er mindestens die Möglichkeit eröffnet, dass bei fallenden Zinsen auch die Schuldendienstbelastung reduziert wird. In Niedrigzinsphasen werden z. B. Kredite mit variablen Zinssätzen oft zu einem etwas niedrigeren Preis als solche mit langer Zinsbindungsdauer gewährt, bei denen der mögliche Zinsgewinn durch eine bestimmte Prämie mindestens zum Teil ausgeglichen wird.

Wenn z. B. ein Hypothekarkredit eine Festzinsperiode von zehn, fünfzehn oder mehr Jahren hat, müssen Sie etwas mehr Zins bezahlen als jemand, der seine Zinsbelastung nur für fünf Jahre fixiert hat. Zum anderen " kaufen " die gestiegenen Zinssätze über einen langen Zeitabschnitt hinweg mehr Sicherheit, während die Zinseinsparungen bei einer kurzfristigen Festzinsperiode dadurch kompensiert werden können, dass nach diesem Zeitpunkt wesentlich höherwertige Zinssätze anfallen können.

Im Privatkundengeschäft von Kreditinstituten wird in Deutschland vielfach ein variabler Zinssatz für Kontokorrentkonten, Kartenkonten, Kontokorrentkredite und Kontokorrentkredite eingesetzt, während Langfristkredite wie Immobilienfinanzierung oder längerfristige Konsumkredite im Vergleich weniger oft mit ausschließlich variablen Zinsen vereinbar sind. So sind z.B. in den USA variabel verzinsliche Darlehen vor allem im Hypothekargeschäft deutlich stärker durchgesetzt.

Vorteilhaft dabei ist, dass der Kapitalmarkt kräftiger "atmet", d.h. Zinssatzsenkungen neigen zu einer verstärkten Expansion des Aktivgeschäfts am Kapitalmarkt, während Zinssteigerungen die Nachfrage nach Kapital schwächen. Vor allem die Tatsache, dass die vorübergehend geringe Zinslast viele Schuldner zur Kreditaufnahme veranlasst hatte, die nicht mehr in der Lage waren, die erforderlichen Mittel zur Bedienung ihres Kapitals auch bei einem vergleichsweise kleinen Zinsanstieg zu beschaffen, stellte ein ernsthaftes Hindernis mit Auswirkungen auf die US-Wirtschaft insgesamt und darüber hinaus dar.

Andererseits wird oft die weitaus geringere Inanspruchnahme von variablen Krediten in Deutschland als ein Motiv dafür genannt, dass es in Deutschland keine Probleme gegeben hat, die auch nur im Entferntesten mit denen auf dem US-Hypothekenmarkt zu vergleichen gewesen wären. Einen weiteren Anwendungsbereich für einen variablen Zinssatz bieten so genannte Flater - auch als Floating Rate Notes oder kurz FRN genannt.

Hierbei handelte es sich um festverzinsliche Schuldverschreibungen. Selbst bei einem variablen Zinssatz ist der Zinssatz in der Regel an einen spezifischen Referenzzins, wie beispielsweise EURIBOR oder LIBOR, gebunden. Daneben gibt es weitere Wertschriften mit variabler Verzinsung, die jedoch nicht als Schwankungserreger, sondern als strukturelle Instrumente eingestuft werden.

Im Falle von Floater tritt der Käufer des Papiers sozusagen als Darlehensgeber auf, der vom Herausgeber im Gegenzug einen variablen Zinssatz sowie ggf. bonitätsabhängige Zu- oder Abschläge erhält. In diesem Fall ist der Käufer des Papiers der Darlehensgeber. Es ist z.B. üblich, den Zinssatz für den nächstfolgenden Coupon gleichzeitig mit der Auszahlung des Coupons festzusetzen. Entsprechendes trifft auf die Anlageentscheidung eines Investors zwischen einer Festzins- und einer Variabelverzinslichen Obligation zu, wie auch auf die oben erwähnten Sparkassen.