Akkreditiv

Kreditbrief

Das Dokumentenakkreditiv ist jedoch die häufigste Form der Zahlungssicherung. Ein Akkreditiv ist eine Zahlungsmethode, die im internationalen Geschäft häufig verwendet wird. Weitere Informationen zum Akkreditiv finden Sie hier. Das Akkreditiv ist ein gemeinsames Instrument zur Sicherstellung der Zahlung im Warenverkehr. Bei grenzüberschreitenden Transaktionen ist das Akkreditiv ein bewährtes und häufig eingesetztes Abwicklungs- und Sicherungsinstrument.

mw-headline" id="Allgemeines">Allgemeines[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Bei Außenhandelsfinanzierungen ist ein kommerzielles Akkreditiv (CLC oder L/C ) ein Handelsvertrag mit der Pflicht eines Finanzinstituts, Zahlungen an einen spezifischen Empfänger innerhalb eines gewissen Zeitraums gemäß den Anweisungen des Auftraggebers in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Auftraggebers in Verbindung mit der Vorlage gewisser Unterlagen zu erbringen. Die Parteien des Akkreditivs sind ein Ausführer ( "Verkäufer, Zahlungsempfänger"), ein Einführer ("Käufer, Zahler") und wenigstens ein dazwischengeschaltetes Kreditunternehmen ("Letter of Credit Bank", die Hausbank des Einführers).

1 ] Die vom Ausführer verwendete Datenbank wird als "Akkreditivagentur" oder "Beratende Bank" bezeichnet. Der Akkreditiv ist eine Handelsbedingung, eine Bedingung für die Bezahlung, die der Ausführer dem Einführer zur Verfügung gestellt hat. Das Akkreditiv schlüsselt die wechselseitigen Fulfillment-Risiken gleichmässig auf, da der Ausführer erst zu dem Zeitpunkt den Besitz an den Waren verliert, zu dem die Bezahlung des Kaufpreis durch den Ausführer gesichert ist.

Andererseits erlischt für den Käufer sein Dispositionsrecht über den Verkaufspreis nur dann, wenn der Übergang des Eigentums an der Waren zu seinen Lasten durchgesetzt wird. Dieses Risikogleichgewicht zwischen Ausführer und Einführer kann die Kreditbank mit Hilfe von Warenpapieren, die die Waren darstellen (traditionelle Dokumente), erreichen. Dazu bezeichnet der Einführer der dokumentarischen Kreditbank z. B. die vom Ausführer vorzulegenden Frachtbriefe, die als Auftragspapiere transferierbar sind und deren legitimer Halter auch Wareninhaber ist.

Die Exporteurin beauftragt die Kreditbank oder ihre Hauptbank, diese Frachtbriefe nur dann gegen Bezahlung an den Einführer weiterzuleiten, wenn ihr der Verkaufspreis zur Verfügung steht. Zugleich hat der Emittent der Dokumentenakkreditbank den ergänzenden Befehl erteilt, den Verkaufspreis erst Schritt für Schritt gegen Zustellung der Unterlagen an den Emittenten zu erteilen.

Ein Akkreditiv ist ein Befehl an ein Kreditunternehmen, dem Ausführer ( "Verkäufer") aus einem Kreditsaldo des Kapitalgebers ( "Importeur") innerhalb eines gewissen Zeitraums einen gewissen Betrag zur Verfuegung zu stellen und zwar oft nur gegen Zustellung gewisser Dokumente. Dies wird zwischen dem Hauptverpflichteten und seiner Kreditbank vereinbart, die den Ausführer oder seine korrespondierende Bank (Bankverbindung des Ausführers) über die Eröffnung des Akkreditivs informiert.

Im Falle von unbeglaubigten Akkreditiven geschieht dies durch bloße Benachrichtigung über die Eröffnung des Akkreditivs, im Falle von bescheinigten Akkreditiven durch rechtlich verbindliche Bestätigungen. Der Akkreditiv ist nicht durch Gesetz reguliert, sondern im "Uniform Customs and Practice for Documentary Credits" (ERA 600 vom 7. Juni 2007) festgeschrieben. 3 ] Artikel 2 ERA 600 legt das Akkreditiv fest als "eine Übereinkunft, nach der eine im Namen und in Übereinstimmung mit den Anweisungen eines Auftraggebers oder einer im eigenen Namen handelnden Institution Zahlungen an einen Dritten gegen Vorlage vorgeschriebener Unterlagen leistet... oder eine andere Institution bevollmächtigt, solche Entwürfe auszuführen oder anzunehmen und zu bezahlen, vorausgesetzt, die Bedingungen des Akkreditivs sind erfüllt".

In den Artikeln 19-28 ERA 600[4] sind die eventuellen Warenbegleitpapiere endgültig aufgeführt und müssen von der Dokumentenakkreditbank auf ihre Vollzähligkeit und Korrektheit überprüft werden (Artikel 14 ERA 600). Dem Akkreditiv können auch Wechseln zugeordnet werden, wie die erwähnte Darstellung in Artikel 2 ERA 600 aufzeigt. Dadurch steht aus Sicht der Bank ein ausgehandeltes Darlehen zur Verfügung.

Neben dem ERA 600 gibt es die International Standard Banking Practice (ISBP) auch als ICC-Interpretationshilfe für die an der Bearbeitung von Akkreditiven beteiligten Bänke. Versichert die BayernLB dem Ausführer Zahlungen im Rahmen des Akkreditivs, so besteht nach dem deutschen Recht ein eigenständiges ("abstraktes") Verschuldungsversprechen nach 780 BGB[5], das durch stille Einwilligung durch den Ausführer erfolgt ( 151 BGB) und keiner schriftlichen Form bedürfte (§ 350 HGB).

6] Das unabhängige, abgekürzte Zahlungszusage des Kreditinstituts an den Empfänger ist ein wesentliches Merkmal des Dokumentenakkreditivs[7] und ist sowohl vom UntergeschÃ??ft (Export) als auch von den AkkreditivvertrÃ?gen losgetrennt, so dass Einwendungen des Kaizers das Versprechen der Verschuldung nicht beeinflussen. Zahlungskreditbrief: Die Bezahlung erfolgt bei Vorliegen der Unterlagen, aufgeschobenes Zahlungsschreiben: Die Bezahlung erfolgt auf ein bestimmtes Datum nach Vorliegen der Unterlagen.

Akkreditiv gegen Annahme: Bezahlung gegen einen von der Hausbank akzeptierten Wechsel, verhandelbares Akkreditiv: Bezahlung gegen Kredit. Je nach Verpflichtungsart (Art. 6b ERA 600): widerrufbares Akkreditiv: Schuldversprechen mit Auflösungsbedingung gemäß 8 ERA 600, nach dem die Kreditbank ihr Zahlungsziel bis zur Entgegennahme der Unterlagen durch das Akkreditiv zu einem beliebigen Zeitpunkt abändern oder widerrufen kann.

Das unwiderrufliche Akkreditiv: dauerhafte, unabhängige Zusage einer Verschuldung durch eine Hausbank zur Begleichung gemäß Artikel 9a ERA 26. nicht bestätigte Akkreditive: ist eine einfache Bekanntmachung der Eröffnung eines Akkreditivs, bestätigten Akkreditivs: Die Bestätigungsbank übernimmt damit gegen Vorliegen von Dokumenten in Übereinstimmung mit dem Akkreditiv die Verpflichtung, Zahlungen an den Ausführer - anstelle der Importeursbank - zu tätigen, wenn die Importeursbank nicht innerhalb einer Wartefrist (oft 10-30 Bankwerktage) den entsprechenden Betrag kauft.

Cash-Akkreditiv: Ohne Sonderkonditionen findet die Bezahlung gegen Übergabe des Akkreditivs statt. Dokumentenakkreditiv: Die Bezahlung ist an die Präsentation und Überprüfung von präzise identifizierten Dokumenten im Zusammenhang mit Waren gekoppelt. Das Commercial Letters of Credit CLC (Letter of Credit L/C) ist heute die Gestalt des im Aussenhandel in anglo-sächsischen Staaten gebräuchlichen Akkreditivs der Bundesrepublik Deutschland.

Das Eröffnen eines Letter of Credit stellt ein unumkehrbares Zahlungszusage seitens der Importeursbank dar. Zur zusätzlichen Sicherung des Ausführers neben diesem Zahlungszusage ist es möglich, dass neben dem Zahlungszusage der Importeursbank auch ein Zahlungszusage der Exporteursbank (oder einer dritten Partei, z.B. der Weltbank oder einer ausländischen Entwicklungsbank) gemacht wird.

Diese zweite Zahlungszusage soll dazu dienen, die in der Hausbank des Einführers ( "Länder- und/oder Bankrisiken") und im Land des Einführers auftretenden Gefahren abzusichern (z.B. das Verlustrisiko eines Zahlungsaufschubs mangels Fremdwährungen oder das Verlustrisiko und Transferstopp, wenn die Hausbank keine Hauswährung umtauschen ( "Converting") oder Devisentransfers ins Ausland zulassen).

Für eine Akkreditivbestätigungen ist es erforderlich, dass die Importeursbank im Akkreditiv explizit einen Bestellungsauftrag erlässt. Das Bestätigungsinstitut ist gegenüber dem Ausführer haftbar bei Verletzung der Akkreditivpflicht durch das Eröffnungsinstitut. Die Bestätigungsbank reserviert in der Konfirmationsklausel in der Regel eine Wartezeit, nach deren Ablauf sie anstelle der Eröffnungsbank die Zahlungen vornimmt.

Bei beiden Verfahren überprüft die Bestätigungsbank die Bonität der Eröffnungsbank und erfasst einen Darlehensvertrag für diese ein. Grundsätzlich werden von den Kreditinstituten nur solche Kreditbriefe bestätigt, bei denen die Bestätigungsbank nach Überprüfung der Belege die Bezahlung anstoßen kann. In regelmäßigen Abständen ist die Bestätigungsbank auch diejenige, die die Belege überprüft.

Nachdem sie überprüft hat, dass die Unterlagen dem Akkreditiv entsprechen, informiert die bestätigende/akzeptierende Stelle die eröffnende Stelle über die Annahme der Unterlagen und bittet sie, innerhalb von drei Bankwerktagen die Kontoabdeckung sicherzustellen oder sich von einer in der Akkreditiveröffnung genannten Stelle zu erholen oder das Loro-Konto der eröffnenden Stelle zu belasten.

Oft ist der Einführer eines Produkts nicht der Letztverbraucher oder der Groß- oder Einzelhandel eines Produkts, sondern nur ein Vermittler. Besitzen diese Vermittler nicht über ausreichende liquide Mittel oder eigene Akkreditivlinien, um den Kauf mittels eines Letter of Credit abwickeln zu können, wird oft das Mittel eines Letter of Credit Transfer ausgewählt, um es dem Vermittler zu ermöglichen, den Kauf abzuschließen.

Die Endkunden eröffnen ein Akkreditiv zugunsten des Vermittlers. Dieses Akkreditiv besagt explizit, dass es übertragbar ist. In diesem Fall wird der zwischengeschalteten Stelle der Kreditinstitutin der Auftrag erteilt, das Akkreditiv (oder bei teilbarem Akkreditiv ein Teil des Akkreditivs) an einen konkreten Anbieter zu erteilen. Nach ERA 600 werden mit drei Ausnahmefällen die Entstehungsbedingungen des Kreditbriefes 1:1 auf den zweiten Begünstigten übertragen. In diesem Fall werden die Bedingungen für die Entstehung des Kreditbriefes 1:1 auf den zweiten Begünstigten überwältigt.

Ausgenommen hiervon sind der Kaufpreis (in der Praxis kaufen die Vermittler in der Praxis zu einem niedrigeren Betrag als die Rechnungen an den Endkunden), die Lieferungstermine und die Akkreditivdauer, die gekürzt werden können. Weil die Hausbank des Vermittlers hier keine unabhängige Zahlungspflicht einnimmt, sondern nur die Zahlungspflicht der Eröffnungsbank weitergibt, muss sie die eingeräumte Akkreditivlinie des Vermittlers nicht beanspruchen.

Ein Teil der Überweisung ist die Pflicht der Eröffnungsbank, auch "Dokumente von Dritten" anzunehmen. Das Akkreditiv wird immer von der übertragenden Hausbank bezahlt, d.h. sie überprüft die Richtigkeit der eingereichten Unterlagen für die beiden anderen involvierten Hausbanken. Legt der Ausführer ein Dokument vor, überprüft die übermittelnde Bank die Unterlagen und erhält vom Vermittler eine Wechselrechnung, um das Akkreditiv der Eröffnungsbank nutzen zu können.

Registriert er den Eingang der Zahlung von der Eröffnungsbank auf dem Zwischenkonto des Vermittlers, so überträgt er den Ertrag für den Ausführer auf das Depot bei seiner Spedition. Es ist auch möglich, ein Akkreditiv mehrmals zu transferieren. Als weiteres Mittel zur Kaufabwicklung für einen Vermittler, das sich aus dem Akkreditiv ohne eigene Liquiditäts- oder Kreditliniennutzung ableiten lässt, dient die Interpretation eines unentziehbaren Zahlungsauftrages durch seine Hausbank.

Die Bezeichnung revolvierendes Akkreditiv erscheint regelmässig in der Fachliteratur über das Akkreditiv. Dabei handelt es sich um ein Akkreditiv, das nach der Nutzung wieder belebt und vom Ausführer wieder verwendet werden kann. Bei diesem Akkreditiv werden zwei grundlegende Formen unterschieden: Im Rahmen eines Revolving Letters würde sich die Eröffnungsbank gegenüber dem Ausführer dazu verpflichtet, innerhalb einer gewissen Frist (z.B. einen Monat) geeignete Unterlagen bis zu einem Betrag von X anzunehmen.

Am Ende des Künstlermonats konnte der Ausführer im folgenden Monat noch einmal Unterlagen im Rahmen des Akkreditivs vorlegen, bis entweder der im Akkreditiv angegebene Gesamtwert erreicht ist oder das Akkreditiv aufgrund des Fristablaufs erlöschen wird. Bei einem kumulativen Revolving Akkreditiv könnte der Ausführer auch in späteren Perioden die nicht in früheren Perioden in Anspruch genommenen Kreditbeträge nutzen; bei einem einzigen Revolving Akkreditiv erlöschen die nicht in Anspruch genommenen Darlehen.

Diese Form des Akkreditivs hat in der Realität keine Ausprägung. Ein revolvierendes Akkreditiv würde die Eröffnungsbank die Akkreditivlinie des Auftraggebers in Hoehe der maximalen kumulativen Inanspruchnahme über die Gesamtlaufzeit des Kredits ( "und muessten die entsprechenden Darlehensprovisionen einziehen") belasten, so dass diese Form der Verrechnung für die Einführer in der Regel nicht von Interesse ist. Bei regelmäßigen Sendungen bestellt der Einführer in der Regel eine dauerhafte Zahlbürgschaft bei der Hausbank des Einführers zugunsten des Einführers.

Anders als beim Visitenakkreditiv (die Zahlung geschieht bei Vorlage von Dokumenten in Übereinstimmung mit dem Akkreditiv) erhält der Einführer hier eine aufgeschobene Zahlung AGB. Anmerkung im Akkreditiv: "verfügbar... 90 Tage nach Sicht", "verfügbar... 90 Tage nach B/L-Datum" oder ähnliches. Diese Art von Akkreditiv wird in der ostasiatischen Region oft auch als "usance L/C" bezeichnet. Die Importeurin einer Waren ( "Letter of Credit") weist ihre Geschäftsbank an, ein Akkreditiv zugunsten des Ausführers ( "Begünstigten") im Rahmen seiner Regresspflicht zu öffnen.

Voraussetzung dafür ist, dass der Einführer über eine korrespondierende Gutschrift zeile oder ein entsprechendes Kreditguthaben bei der Geschäftsbank hat. Das Akkreditiv wird von der Importeursbank endgültig zugunsten des Ausführers geöffnet. Zu diesem Zweck verwendet sie eine Ausführerbank ( "avisierende Bank") im Lande des Ausführers, die ihr entweder vom Einführer zur Verfügung gestellt wurde oder seine Gegenbank ist.

Das Akkreditiv beschreibt die Beschaffenheit, Quantität und Konfektionierung der Waren und legt Termine für den Warenversand vom Lade- zum Entladungsort und für die Präsentation der Unterlagen fest. Zusätzlich werden die Belege angegeben, die die Begleichung des Kreditbriefes anstoßen. Dazu gehören folgende Begleitdokumente: Darüber hinaus ist die Eröffnungsbank gegenüber dem Exporteur unwiderruflich zu Zahlungen an ihn bereit, sobald er die dokumentarischen Anforderungen des Letter of Credit voll und ganz erfüllt hat.

Das Kreditinstitut des Ausführers informiert den Ausführer über die Öffnung des Kreditbriefes, nachdem es überprüft hat, ob das Akkreditiv juristisch und formell fehlerfrei ist. Darüber hinaus ist es möglich, die dokumentarische Bearbeitung für den Exporter zu unterbreiten. Nach der Anmeldung überprüft der Ausführer, ob das Akkreditiv mit dem Verkaufsvertrag vereinbar ist. Er lädt dann die Güter am Abgangsort (Hafen, Flugplatz, Zug, LKW usw.) und empfängt die dazugehörigen Unterlagen, die er dann seiner Hausbank zusammen mit den anderen im Akkreditiv vorgeschriebenen Unterlagen vorlegt.

Die Zahlungen erfolgen nach eingehender Überprüfung der Unterlagen und Überprüfung der Akkreditivkonformität entweder an den Ausführer ( "Exporteur", wenn der avisierenden Hausbank bei Eröffnung des Akkreditivs die Funktion der Zahlstelle zugewiesen wurde) oder an die eröffnende Hausbank. Sobald die Unterlagen in Ordnung sind, leistet der Einführer die Bezahlung und übergibt sie an den Einführer.

Anhand der Beförderungspapiere kann der Einführer das Eigentum an den Waren erwerben, wenn das Recht an den Waren durch die Begleitpapiere nachgewiesen wird. Entspricht das Dokument nicht in vollem Umfang den Voraussetzungen des Letter of Credit, ist das unkündbare Zahlungszusage der Eröffnungsbank verfallen. Dies bestimmt in der Regelfall die Hausbank des ausführenden Unternehmens bei der Belegwelt.

Ist die Importeurin beispielsweise in der Folgezeit zahlungsunfähig geworden, könnte sie sich weigern zu zahlen. Die Eröffnungsbank muss in diesem Falle den Ausführer ( "über die präsentierende Bank") informieren, nachdem sie die Diskrepanz festgestellt hat, dass sie die Annahme des Dokuments verweigert. Der Einführer hat von einer Hausbank ein abgekürztes und unmittelbar durchsetzbares Zahlungszusage, mit der er die Auszahlung der Waren nach der Ablieferung ungeachtet der Zinsen des Einführers erzwingen kann.

Wird im Falle eines nicht bestätigten Akkreditivs die Eröffnungsbank insolvent oder hat die Landesregierung des Einführers ein Zahlungsverhalten, ist der durch das Akkreditiv (Letter of Protection) gewährte Versicherungsschutz des Ausführers nicht mehr gewährleistet; hinzu kommt das Dokumentrisiko, d.h. die Abwägung, ob der Ausführer in der Position ist, Unterlagen vorzulegen, die den Akkreditivvoraussetzungen in vollem Umfang nachkommen.

Die Zahlungsansprüche gegen die Hausbank erlöschen, wenn die Unterlagen mangelhaft sind (z.B. weil Lieferfristen überschritten wurden und damit die Akkreditivbedingungen nicht eingehalten werden oder weil die Unterlagen Rechtschreibfehler aufweisen oder die Unterlagen den Inhaltsanforderungen der Akkreditivunterlagen nicht entsprechen). Bei mangelhaften Unterlagen wird die Bearbeitung als Akkreditiv zur Bearbeitung als Dokumenteninkasso. Bei rechtzeitiger Vorlage von Akkreditivdokumenten mit dokumentiertem Beleg für den rechtzeitigen Versand der Ware.

Solange die Waren nicht durch das Akkreditiv beglichen sind, muss der Einführer keine eigene Liquiditätsreserve nutzen, sondern seine Akkreditivlinie wird von der eröffnenden Hausbank abgebucht. Wenn die gelieferten Waren nicht mit dem Auftrag und dem Akkreditiv übereinstimmen, die Unterlagen aber mit dem Akkreditiv übereinstimmen, wird der Ausführer trotzdem ausbezahlt. Im Einzelfall kann die Problemlösung beispielsweise eine Warenkontrolle durch ein Warenkontrollunternehmen sein, die mit einem geeigneten Zeugnis (das auch bei der Eröffnung des Akkreditivs als Begleitdokument verlangt wurde) bescheinigt, dass die Waren den vertraglichen Bedingungen entsprechen.

Per Definition müssen sich die Kreditanstalten an Dokumenten beteiligen. Im internationalen Zahlungsverkehr finden neben dem typischen Akkreditivverkehr auch ausländische Geldtransfers statt. Rund 15 Prozent des deutschen Aussenhandels sind durch Letter of Credit gesichert. Im Betrugsfall werden nachgeahmte Kreditbriefe mit der britischen Akkreditivbezeichnung Letter of Credit verschiedenen Großinvestoren zu extrem vorteilhaften marktüblichen Zinssätzen zur Vorausfinanzierung zur Verfügung gestellt. Unter Akkreditiv (auch Kredit)[11] versteht man im Rahmen der Diplomatie das von der Bundesregierung des entsendenden Staates ausgestellte Zeugnis, das einen Diplomat zur Einreichung bei der Bundesregierung des Empfangsstaates akkreditiert.

Die Zahlungssicherheit im Außenhandel: Taktischer Einsatz von Akkreditiven zur Sicherung des Erfolgs.

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